Die insolvente Air Berlin ist weitgehend aufgeteilt, viele Mitarbeiter haben Chancen auf einen neuen Job. Doch der Übergang gestaltet sich zunehmend schwierig: Die Verunsicherung in der Belegschaft ist groß.

Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Wir wollen ein ordentliches, in Deutschland sozial- und steuerpflichtiges Arbeitsverhältnis und keines, wie bei Mitbewerbern, die sich vor ihrer sozialen und steuerlichen Verpflichtung drücken. Damit übernehmen wir die Verantwortung für unsere gesamte Kollegenschaft der Air Berlin, die mit an Bord gehört.
    Sind Sie bereit Ihren Teil der sozialen Verantwortung bei der Schaffung eines internationalen Champions der Luftfahrt zu übernehmen?
    Ihre Air Berlin Piloten

  • Ein Artikel, der nur teilweise die komplexen Tatsachen wiedergibt. Warum sollten widerruflich freigestellte Mitarbeiter die Kündigung von sich aus betreiben, wenn doch ihr Arbeitsverhältnis unvermindert andauert? Mit dem geforderten Verhalten der Arbeitslosmeldung und dem Antrag auf Arbeitslosengeld erlischt selbstverständlich nicht die Möglichkeit einer Kündigungsschutzklage, jedoch gibt es eine nicht unerhebliche Anzahl von Rechtsexperten, die hierin eine wesentliche Schmälerung der Erfolgsaussichten dieser sehen. Somit ist das Verhalten der Belegschaft mehr als schlüssig, das gebotene juristisch strittige Terrain zu meiden.
    In Hinsicht auf den Arbeitsplatzwechsel hin zu den übernehmenden Unternehmen wird von der gesamten freigestellten Belegschaft bisher verlangt, ein umfangreiches Bewerbungsverfahren und eine Selektion zu durchlaufen. Hierbei kann nicht die Rede von einer Übernahme des Personals sein.
    Deshalb richten wir hiermit einen Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Lufthansa Herrn Carsten Spohr, verantwortlich für die Übernahme weiter Teile der Air Berlin Flugzeug Flotte und Streckenrechte.

    Sehr geehrter Herr Spohr,

    nach einer wochenlangen Hängepartie, unzähligen erfolglosen Gesprächen und Verhandlungen ist es offensichtlich, dass Sie und damit die Lufthansa Group einerseits unter Umgehung eines Betriebsüberganges und der deutschen Gesetzgebung Mitarbeiter der Airberlin in die Arbeitslosigkeit und in neue, billigste Arbeitsverhältnisse treiben wollen. Andererseits jedoch übernimmt die Lufthansa Group Streckenrechte und Flugzeuge.
    Wir sagen Ihnen als Piloten, dass wir uns weigern werden, dieses fragwürdig legale aber definitiv nicht legitime Verhalten zu akzeptieren.
    Ein organisches Wachstum wird Ihnen mit den gebotenen Arbeitsbedingungen nicht gelingen. Wir freigestellten Piloten erklären uns bereit bei einem geordneten Betriebsübergang, so wie es das deutsche Gesetzt in solch einem Fall vorsieht, sofort unsere Arbeit fortzusetzten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%