Air-Berlin-Übernahme
Ryanair befürchtet Lufthansa-Monopol

Die Lufthansa hat bereits ihr Interesse an der strauchelnden Air Berlin bekundet. Das sorgt bei der Konkurrenz für Unmut. Billigflieger Ryanair wäre lieber, Air Berlin würde einfach vom Markt verschwinden.
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BerlinDer Lufthansa-Konkurrent Ryanair trommelt gegen eine Übernahme der strauchelnden Air Berlin durch den deutschen Marktführer. Falls die deutsche Politik eine Aussperrung von Wettbewerbern erlaube, wäre das „staatlich geförderter Protektionismus“, sagte der für kaufmännische Fragen zuständige Manager (Chief Commercial Officer) David O'Brien der „Welt am Sonntag“ laut Vorabmeldung. Angesichts der immensen Verluste sollte Air Berlin vom Markt verschwinden. „Und andere wären glücklich, an ihre Stelle zu treten.“

Die Lufthansa hat bereits ihr Interesse an Air Berlin bekundet. Bedingung sei aber, dass die Berliner ihre Schulden von 1,2 Milliarden Euro abbauten, sagte Konzernchef Carsten Spohr Anfang Mai. Die beiden Firmen sind bereits im Geschäft: Die Lufthansa mietet vom Rivalen 38 Flugzeuge einschließlich deren Crews. Trotz der existenziellen Krise hofft das Air-Berlin-Management nach eigenen Worten immer noch auf eine Lösung. So will die Gesellschaft von 2018 an wieder Gewinne schreiben. In den vergangenen neun Jahren gelang dies einmal.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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