Air Berlin und Easyjet
Billigflieger mit unterschiedlicher Erfolgsbilanz

Die europäischen Fluggesellschaften hangeln sich mit unterschiedlichem Erfolg durch die Branchenkrise. Während bei Air Berlin im wichtigen Ferienmonat August Auslastung und Passagierzahlen zurückgingen, verbuchte Easyjet ein sattes Plus.

rtr FRANKFURT/DUBLIN. Bei der irischen Fluggesellschaft Aer Lingus stieg die Zahl der Fluggäste zwar um knapp neun Prozent, dafür ging aber die Auslastung der Maschinen leicht zurück. Die skandinavische SAS klagte ebenfalls über ein rückläufiges Geschäft bei sinkender Nachfrage.

Air Berlin begründete den Passagierrückgang von 2,4 Prozent auf rund 2,85 Mill. mit geringeren Kapazitäten. Die Airline hatte aufgrund der hohen Treibstoffpreise Mitte Juni begonnen, unrentable Strecken zu streichen. Zudem sei die Zahl der Geschäftsreisenden während der Urlaubszeit geringer gewesen, so dass die Auslastung der Maschinen um 0,6 Prozentpunkte zurückging. Air Berlin hatte zuletzt besonders auf diese Zielgruppe gesetzt und damit versucht, dem Platzhirschen Lufthansa Kunden abzujagen. Erfolge verbuchte die zeitgrößte deutsche Fluggesellschaft hingegen bei den Erlösen, die pro Sitzplatzkilometer um gut 14 Prozent zulegten.

Über ein saftiges Plus freuen konnte sich der Billigflieger Easyjet mit einem Passagierzuwachs von knapp 24 Prozent auf 4,59 Millionen. Die Auslastung stieg um vier Prozentpunkte auf gut 91 Prozent. Allerdings kann sich auch die britische Airline nicht den Auswirkungen durch die höheren Kerosinpreise entziehen und hat für den Winter bereits Kapazitätskürzungen angekündigt. Der Konkurrent und größte europäische Billigflieger Ryanair hatte am Donnerstag bei leicht sinkender Auslastung ein Passagierplus von 19 Prozent gemeldet. Die Zahlen vieler größerer europäischer Fluggesellschaften wie Lufthansa stehen für August noch aus.

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