Air Berlin und Etihad: Deutsch-arabische Luftnummer

Air Berlin und Etihad
Deutsch-arabische Luftnummer

Mit einem gemeinsamen Flugzeug wollen die angeschlagene Air Berlin und Etihad neue Kunden anlocken. Anleger hatten offenbar auf die Übernahme durch die Araber gesetzt. Immerhin: Es soll kein neues Sparprogramm geben.
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BerlinErwartungen geschürt, Erwartungen enttäuscht: Vor der gemeinsamen Pressekonferenz von Air Berlin und Etihad machten Gerüchte die Runde, die deutsche Fluggesellschaft könnte von den Arabern komplett übernommen werden. Eine Eingliederung von Air Berlin in die neue gegründete Gesellschaft Etihad Regional schien möglich. Die Papiere von Air Berlin schnellten um bis zu 16 Prozent in die Höhe.

Doch dann folgte an der Börse die Ernüchterung: Die Beteiligung von derzeit 29 Prozent an Air Berlin solle nicht erhöht werden, sagte Etihad-Chef James Hogan. Bis zum Montagnachmittag büßte die Aktie rund ein Drittel ihrer Gewinne wieder ein.

Was vom gemeinsamen Auftritt bleibt, ist ein frisch lackiertes Hybrid-Flugzeug. Per Knopfdruck enthüllten Air-Berlin-Chef Wolfgang Prock-Schauer und Hogan im neuen Flughafen in Berlin einen Airbus A320. Die Maschine vereint die Schriftzüge der beiden Airlines in einem gemeinsamen Design. Bei Twitter waren bereits vor einigen Tagen Fotos des Mittelstreckenjets Maschine aufgetaucht – erst abgeklebt und dann unverhüllt:

Die Vorstellung des Flugzeugs soll den Auftakt bilden zu einer gemeinsamen Werbekampagne. Zusätzlich wollen Air Berlin und Partner Etihad das gemeinsame Streckennetz ausbauen: Von Februar an sind wöchentlich 49 Flüge zwischen Deutschland und Abu Dhabi vorgesehen, sagte Prock-Schauer. Mit Etihad werden acht neue Ziele in Indien erreichbar sein.

Etihad-Chef Hogan lobte den deutschen Partner: Air Berlin sei eine großartige Airline. „Wir werden weiter wachsen – mit Air Berlin“, sagte Hogan und bekräftigte, dass seine Gesellschaft als langfristiger Partner an der Seite der Deutschen stehe. Prock-Schauer konnte ihm am Montag Argumente liefern, weiter an Bord zu bleiben. Es sei nicht geplant, dass derzeitige Sanierungsprogramm namens Turbine zu verlängern, sagte der Air-Berlin-Chef. „Wir benötigen kein Turbine 2.“ Er sei mit den Erfolgen zufrieden. Mit dem Konzernumbau will die zweitgrößte deutsche Airline 2013 und 2014 jeweils 200 Millionen Euro einsparen.

Nach einem rasanten Expansionskurs steckt die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft seit Jahren in der Zwickmühle und hat sich deshalb eine Rosskur verordnet. Da die Sanierung noch nicht den gewünschten Erfolg bringt, hat Etihad wiederholt Geld zugeschossen und den Partner insgesamt mit dreistelligen Millionensummen unterstützt. Nach früheren Angaben erwartet Air Berlin trotz des Sparprogramms für 2013 einen Verlust – wie schon in den Jahren 2008 bis 2011.

Im vergangenen Jahr hat die Airline deutlich weniger Passagiere befördert, zugleich aber die Auslastung ihrer Flugzeuge erhöht. Die Zahl der Fluggäste sank im Vergleich zu 2012 wegen eines deutlich gekappten Flugangebots um 5,4 Prozent auf 31,5 Millionen. Die Sitzplätze waren zu 84,9 Prozent besetzt, das waren 1,3 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Im Dezember weitete das Unternehmen das Angebot vor allem auf der Langstrecke wieder aus, die Zahl der Fluggäste sank jedoch verglichen mit dem Vorjahresmonat um 1,5 Prozent auf 1,82 Millionen.

Tobias Döring, Redakteur Unternehmen, Handelsblatt Online
Tobias Döring
Handelsblatt / Chef vom Dienst
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  • neues vom Exekutor?

    >“Immerhin: Es soll kein neues Sparprogramm geben. „<
    Sparprogramm - wie soll ich das denn verstehen?

    Der Luftfahrtunternehmenslenker bei >AIR-Beriln<,
    das war doch dieser Eisenbahn-Mogul aus OSTEN,
    der >Die Deutsche Bundesbahn< jetzt D-Bahn ins 3. Jahrtausend zu katapultieren sich
    vorgenommen hatte, – der Super Mehdorn – und Großflughafenbauer >Berlin BER<, Der 100te Mill. Dollar Mann Liqidator Bundesdeutscher Konzerne (Elektroingenieur - anerkannt versteht sich - und M.f.S? [Lebenslauf abgeleitet] bestes Pferd im Stall) aus der Dritten Welt,
    also letztes fünftel der Dritten Welt – ja, wenn`s den nicht fristlos gefeuert hätten, dann aber ...

    *Die Sonnenbrillen tun Not*
    ... angekommen,
    aus der aufgehenden Sonne geritten gekommen,
    die Sonne im Rücken und alle geblendet,
    um 10:00 wart schon klar,
    Alles Flitsch Original verpackt!

    (skadenz für S.-K.)

  • "Eine Eingliederung von Air Berlin in die neue gegründete Gesellschaft Etihad Regional schien möglich"
    Da muss man schon zu völlig absurden Gedankengängen neigen.

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