Air Berlin

Verdi-Chef kritisiert Privilegien von Winkelmann

Das ungewisse Schicksal vieler Mitarbeiter gepaart mit dem abgesicherten Gehalt von Air-Berlin-Chef Winkelmann erschüttert laut dem Verdi-Chef das Gerechtigkeitsempfinden der Deutschen. Aber nicht alles ist schlecht.
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„Winkelmann ist nicht schuld, sondern der Aufsichtsrat“

„Winkelmann ist nicht schuld, sondern der Aufsichtsrat“

BerlinVerdi-Chef Frank Bsirske hat das abgesicherte Gehalt von Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann scharf kritisiert. „Das ist empörend, das ist ein Hohn und eine Beleidigung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht nur in diesem Unternehmen“, sagte Bsirske der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Dass tausende Mitarbeiter voraussichtlich überhaupt keine Anschlussbeschäftigung finden und gleichzeitig ein Vorstandsvorsitzender auf Jahre hinaus sein Gehalt gesichert und ausgesorgt habe, sei ein nicht hinzunehmender Kontrast. „Dass diese Bedrohung der eigenen Existenz gewissermaßen kombiniert wird mit der Sicherung von Privilegien auf der Ebene des Vorstandsvorsitzenden, muss das Gerechtigkeitsempfinden aller Menschen in diesem Lande empören.“

Winkelmann war im Februar vom Lufthansa-Konzern nach Berlin gekommen. Sein Gehalt ist trotz Insolvenz für vier Jahre durch eine Bankgarantie von bis zu 4,5 Millionen Euro abgesichert.

Zugleich sagte Bsirske: „Dass es jetzt zu gelingen scheint, eine Transfergesellschaft zu gründen, die denen, die jetzt keine Anschlussbeschäftigung finden, erstmal eine Perspektive ermöglicht auch mit Hilfe öffentlicher Gelder und mit Zuschüssen aus der Unternehmensseite, das ist eine gute Botschaft.“ Verdi habe sehr darauf gedrungen, dass es zu dieser Möglichkeit komme. „Das ist eine gute Entwicklung in einer Szenerie, die ansonsten schlimm genug ist für die Beschäftigten.“

  • dpa
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