Air Berlin
Wann wird's mal wieder richtig Sommer?

Zum Jahresauftakt schreibt Air Berlin noch einmal größere Verluste. Airline-Chef Prock-Schauer klammert sich an ein neues Geschäftsmodell, wie auch immer das aussehen soll. Zur Not muss es der Sommer richten.
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DüsseldorfUnd immer noch kein Aufwärtstrend: Nur zweieinhalb Wochen nach den verheerenden Zahlen für das Jahr 2013 hat Air Berlin das Zahlenwerk der ersten drei Monate vorgestellt. Unter dem Strich wuchs das Minus von Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 13 Prozent auf knapp 210 Millionen Euro an. Der Umsatz war leicht rückläufig und betrug gut 760 Millionen Euro.

Trotzdem verkauft der Vorstand das Quartalsergebnis als „leicht besser“ als im Vorjahr – der operative Verlust ging schließlich um gut fünf Prozent auf minus 183 Millionen Euro zurück. Im Winter schreiben Airlines meist Verluste, in diesem Jahr kam für Air Berlin das späte Osterfest hinzu, das erst ins zweite Quartal ab April fällt. Dementsprechend klammert sich der Vorstand der hochverschuldeten Airline daran, dass es schon irgendwie besser wird – und das Geschäft im Sommer brummt.

„Ab dem zweiten, dritten oder vierten Quartal wird es eine positive Entwicklung beim RASK (Anm.: Erlöse pro Sitzplatzkilometer) geben“, sagte Air-Berlin-Chef Wolfgang Prock-Schauer in einer Telefonkonferenz. Zu einem besseren Ergebnis sollen zum einen weitere Ersparnisse durch das Sparprogramms „Turbine“ und zum anderen mehr Passagiere beitragen. Dafür habe man zuletzt die Grundlage gelegt und Strecken angeboten, die im Winter nicht gut laufen, im Sommer dann aber anziehen. Bei Verbindungen nach Chicago habe man zum Beispiel im Winter die Position besetzt, um im Sommer die Früchte zu ernten, sagte Prock-Schauer.

Zum Jahresauftakt sind die Kosten pro angebotenem Sitzplatzkilometer bereits um gut acht Prozent gesunken, womit man laut Finanzchef Ulf Hüttmeyer „Ostern überkompensiert“ habe.

Doch dass weitere Sparmaßnahmen und vollere Flieger zu einem Ergebnis reichen, mit dem das Ruder herumgerissen werden kann, daran glaubt selbst bei Air Berlin schon lange niemand mehr. Ein neues Geschäftsmodell für den einzig verbliebenen inländischen Wettbewerber der Lufthansa muss her. Eine späte Einsicht, nachdem in den vergangenen sechs Jahren unter dem Strich nur einmal ein Plus stand.

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Noch größeres Minus beim Eigenkapital

Kommentare zu " Air Berlin: Wann wird's mal wieder richtig Sommer?"

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  • "Wann wird's mal wieder richtig Sommer?"
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    vlt wenn eine Airline entdecken sollte, dass sie kein BWL-Proseminaristen Club ist sondern schlichtweg eine Airline?

    Das ist viel: wenn man weiß was ein Flugplan ist.
    Mehr noch: sollte man wissen wozu eine Airline gebaut wurde: zum Fliegen von Menschen, die dafür bezahlen.

    Solange auch Airlines lediglich dafür benutzt werden sollen unterschiedliche betriebswirtschaftliche Schulen gegeneinander aufzubringen: solange wird der Kunde die goldene Arschkarte in der Hand halten, ohne zu wissen wohin die ganzen Träume vom Fliegen eigentlich gehen sollen.

    Und wer bezahlt?

    Der Kunde: wie immer.

    Also: mutauf und einen sauberen Carrier zu dem machen, wozu er gebaut wurde: zum Fliegen.

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