Air Dolomiti
Lufthansas Liebling

Dass sich die Lufthansa aus dem Verkauf der italienischen Staatslinie Alitalia heraushält, hat einen guten Grund: Air Dolomiti. Bei der Regionaltochter des deutschen Branchenriesen läuft es prächtig – die Mutter von der anderen Seite der Alpen profitiert gleich mehrfach davon.

VERONA. Die Augen sehen grün, grün, nur grün an Bord der kleinen Propellermaschine. Die Ledersitze, der Teppich, die Uniformen der Stewardessen – und selbst der Blick aus dem Fenster geht ins Grüne. Das Grün der Air Dolomiti ist eine Nuance blauer als das Grün der italienischen Nationalfahne. In ihm vereint sich das Grün der Alpen, und das Blau des Mittelmeeres. Die Farbe ist eigensinnig und selbstbewusst – wie die Fluglinie und die Crew, für die sie steht.

Die Air Dolomiti ist seit 2003 eine 100-prozentige Tochter der Lufthansa. Ihre Identität hat sie nicht wie Augsburg Airways oder Eurowings aufgeben müsse. Die Air Dolomiti hat eine – im wahrsten Sinne des Wortes – tragende Bedeutung für die Lufthansa: Die Flotte aus 14 Turboprops des Herstellers ATR sowie fünf Jets vom Typ BAe füttert das zweite Drehkreuz der Lufthansa in München mit Passagieren aus einer der reichsten Regionen Europas: Norditalien.

Air Dolomiti ist die größte ausländische Fluglinie in München, und so wie sie abhebt, wächst der Flughafen München, profitiert die Lufthansa – und schrumpft die Alitalia. Die Air Dolomiti ist mit ein Grund dafür, dass sich die Lufthansa beim Bieten für die Staatslinie bisher zurückhält.

Doch warum gibt es die Fluglinie mit dem grellen Grün aus den 80er Jahren und den lauten, lahmen, alt(ehrwürdig)en Turboprops überhaupt noch? Warum hat die Lufthansa die Marke nicht längst sterben lassen, und erledigt die Zubringerflüge selbst?

Die grünen Hüpfer aus Verona geben der „Nazione“ das, was moderne Nationen emotional brauchen: eine Fluglinie, auf die man sich verlassen, auf die man stolz sein kann. Die Inszenierung von „bella Italia“ ist vollkommen. Sie beginnt bereits nördlich der Alpen mit der Lounge „Spazio Italia“ im Terminal zwei des Flughafens München. An Bord isst und trinkt sich der Passagier durch die Karte „Settimocielo“. Durch den „siebten Himmel“ wird er von einer Maschine mit dem Namen eines italienischen Komponisten oder einer italtienischen Oper am Heck geflogen, die von einer Crew gesteuert wird, die zu 99 Prozent italienischstämmig ist.

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