Air France
5000 weitere Stellen sollen gestrichen werden

Air France steht wegen Billigfliegern und arabischen Konkurrenten unter starkem Wettbewerbsdruck. 2900 Jobs wollte das Management deswegen streichen. Nun setzt der Lufthansa-Rivale erneut den Rotstift an.

ParisDer Stellenabbau bei Air France soll Gewerkschaftskreisen zufolge deutlich höher ausfallen als bislang bekannt. Zusätzlich zu den bereits vom Management angekündigten 2900 Arbeitsplätzen würden in einer zweiten Phase weitere 5000 gestrichen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag von zwei Gewerkschaftsvertretern. Dabei werde es auch Entlassungen geben.

Nachdem Verhandlungen mit den Piloten über ein Sanierungskonzept vergangene Woche gescheitert waren, machte die Unternehmensführung am Montag Pläne für Jobkürzungen bekannt. Daraufhin stürmten aufgebrachte Mitarbeiter Beratungen über das Vorhaben und schlugen Top-Manager in die Flucht. Personalchef Xavier Broseta wurde das Hemd vom Leib gerissen. Frankreichs Ministerpräsident Manuel Valls forderte harte Strafen für die Verantwortlichen.

Air France steht wie ihr Rivale Lufthansa unter starkem Wettbewerbsdruck. Auf den europäischen Routen setzen ihr Billigflieger zu, auf den Langstrecken die arabische Konkurrenz. Auch die Lufthansa ficht mit ihren Piloten harte Kämpfe aus, wegen zahlreicher Streiks mussten mehrfach Flieger am Boden bleiben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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