Air France-KLM, Alitalia und Delta EU erlaubt Allianz von Lufthansa-Rivalen

Air France-KLM, Alitalia und Delta Air Lines wollen ihr Geschäft schon länger stärker verzahnen. Die EU befürchtete Nachteile für Fluggäste und hat dagegen protestiert. Doch nun gibt die Kommission den Widerstand auf.
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Das sind die sichersten Airlines der Welt
Platz 15: All Nippon Airways (Japan)
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Die Liste der 15 sichersten Fluglinien eröffnet All Nippon Airways. Im Jahr 2013 hatte ANA von Air Transport World (ATW) den Preis „Airline of the Year 2013“ erhalten. Nach Triebwerksproblemen im selben Jahr rutschte die Airline vom Spitzenplatz aus der Top Ten. ANA erreicht den Wert von 0,018, das macht Platz 15.

Platz 14: Virgin Atlantic Airways (Großbritannien)
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Vergangenes Jahr noch auf Platz 16: Die Flotte der Virgin Atlantic besteht aus 38 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 8,4 Jahren. Jährlich befördert die Airline 5,3 Millionen Passagiere – bisher ohne jeden Absturz. Platz 14 mit einem Index von 0,017.

Einmal im Jahr stellt das Flugunfallbüro Jacdec für das Fachmagazin „Aero International“ ein Sicherheitsranking der 60 größten Fluggesellschaften auf. Die Sicherheit berechnet sich nach der Anzahl der Ausfälle pro Flugkilometer, gewichtet um die Schwere des Unfalls und einen Landesfaktor. Da alle Unfälle der vergangenen 30 Jahre zeitlich gewichtet in die Statistik eingehen, schneiden viele Airlines wegen schwerer Unglücke in der Vergangenheit schlecht ab.

Platz 13: Qantas (Australien)
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Qantas verlor seit 56 Jahren kein Flugzeug bei einem Unfall. Der letzte tödliche Unfall liegt sogar 69 Jahre zurück. In den vergangenen zwei Jahren reihte sich die Fluggesellschaft in die Top Ten ein. Nun rutscht sie mit einem Index von 0,016 auf Platz 13 ab.

Platz 12: Lufthansa (Deutschland)
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Die größte Airline Deutschlands verpasst wie auch im vergangenem Jahr knapp die Top Ten. Lufthansa kann auf eine sehr gute Sicherheitsbilanz blicken: Der letzte Unfall mit Todesfolge liegt 21 Jahre zurück, in den vergangenen Jahren kam es zu vereinzelten Zwischenfällen. Im Sicherheitsranking bleibt der Kranich mit einem Index von 0,016 wie im Vorjahr auf Platz zwölf.

Keine Platzierung: Germanwings (Deutschland)
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Die Lufthansa-Tochter Germanwings, die 2015 mit einem vom Copiloten vorsätzlich in die Alpen gelenkten Airbus die Sicherheitsdebatte in der Zivilluftfahrt beherrschte, ist wegen ihrer Verkehrsleistung nicht unter den 60 weltgrößten Airlines. Dadurch verzeichnete 2015 keine Gesellschaft aus der hier betrachteten Gruppe ein größeres Unglück – obwohl es auch Unfälle gab, bei denen Flugzeuge als Totalverlust abgeschrieben werden mussten. Menschenleben waren dabei nicht zu beklagen.

Platz 11: Jetblue Airways (USA)
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Jetblue Airways verzeichnete in ihrer Geschichte keine Zwischenfälle mit Todesopfern oder Flugzeugverluste. Einige Zwischenfälle erlangten jedoch breite mediale Aufmerksamkeit, so wie der im September 2014: Der Jetblue-Flug 1416 musste nach einer Feuermeldung im rechten Triebwerk am Startflughafen notlanden. Aufgrund von Rauch musste eine Person zur Beobachtung ins Krankenhaus. Danach gab es keine Zwischenfälle – Rang elf mit einem Index von 0,016.

Platz 10: TAP Portugal (Portugal)
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Die größte portugiesische Airline TAP Portugal fliegt in Deutschland unter anderem Frankfurt, Hamburg und München an. Mit knapp 80 Flugzeugen in der Flotte gehören die Portugiesen zu den kleinen Mitgliedern der Star Alliance. 39 Jahre ohne Unglück sorgen mit einem Index von 0,015 für eine gute Platzierung im Ranking.

BrüsselDie Europäische Kommission hat Air France-KLM, Alitalia und Delta Air Lines grünes Licht für eine engere Zusammenarbeit bei Transatlantikflügen gegeben. Die Brüsseler Wettbewerbshüter stellten am Dienstag ihre schon vor drei Jahren begonnene Untersuchung der drei Lufthansa-Rivalen ein. Die bereits in der Flugallianz SkyTeam verbündeten Gesellschaften wollen ihr Geschäft auf Routen zwischen Europa und den USA künftig stärker verzahnen. Das Vorhaben hatte bei der EU-Kommission Widerstand ausgelöst, weil sie Nachteile für die Fluggäste fürchtete.

Die Konzerne kamen den Kartellwächtern mit Zugeständnissen entgegen, die Rivalen bei ihren Verbindungen zwischen New York und Paris, Rom sowie Amsterdam unterstützen. So verzichten sie auf bestimmte Start- und Landezeiten an den jeweiligen Flughäfen. Dies soll dafür sorgen, dass es weiterhin genug Konkurrenz auf wichtigen Verbindungen gibt. Die Zusagen gelten für eine Dauer von zehn Jahren. Bei Verstößen dagegen droht den Fluggesellschaften ein Bußgeld von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.

Mit ähnlichen Schritten räumten vor schon zwei Jahren Lufthansa, United Airlines und Air Canada Bedenken der Aufsichtsbehörden aus. Sie sind in dem Bündnis Star Alliance zusammengeschlossen. Die Mitglieder des Konkurrenzverbunds OneWorld – British Airways, American Airlins und Iberia – gingen bereits 2010 einen ähnlichen Kompromiss ein.

  • rtr
  • dpa
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