Air France-KLM, Alitalia und Delta
EU erlaubt Allianz von Lufthansa-Rivalen

Air France-KLM, Alitalia und Delta Air Lines wollen ihr Geschäft schon länger stärker verzahnen. Die EU befürchtete Nachteile für Fluggäste und hat dagegen protestiert. Doch nun gibt die Kommission den Widerstand auf.
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BrüsselDie Europäische Kommission hat Air France-KLM, Alitalia und Delta Air Lines grünes Licht für eine engere Zusammenarbeit bei Transatlantikflügen gegeben. Die Brüsseler Wettbewerbshüter stellten am Dienstag ihre schon vor drei Jahren begonnene Untersuchung der drei Lufthansa-Rivalen ein. Die bereits in der Flugallianz SkyTeam verbündeten Gesellschaften wollen ihr Geschäft auf Routen zwischen Europa und den USA künftig stärker verzahnen. Das Vorhaben hatte bei der EU-Kommission Widerstand ausgelöst, weil sie Nachteile für die Fluggäste fürchtete.

Die Konzerne kamen den Kartellwächtern mit Zugeständnissen entgegen, die Rivalen bei ihren Verbindungen zwischen New York und Paris, Rom sowie Amsterdam unterstützen. So verzichten sie auf bestimmte Start- und Landezeiten an den jeweiligen Flughäfen. Dies soll dafür sorgen, dass es weiterhin genug Konkurrenz auf wichtigen Verbindungen gibt. Die Zusagen gelten für eine Dauer von zehn Jahren. Bei Verstößen dagegen droht den Fluggesellschaften ein Bußgeld von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.

Mit ähnlichen Schritten räumten vor schon zwei Jahren Lufthansa, United Airlines und Air Canada Bedenken der Aufsichtsbehörden aus. Sie sind in dem Bündnis Star Alliance zusammengeschlossen. Die Mitglieder des Konkurrenzverbunds OneWorld – British Airways, American Airlins und Iberia – gingen bereits 2010 einen ähnlichen Kompromiss ein.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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