Air France-KLM Lufthansa-Konkurrent schreibt wieder schwarze Zahlen

Die Konkurrenz von Billigfliegern und Golf-Airlines macht auch Air France-KLM zu schaffen. Nun legt die Gesellschaft wieder schwarze Zahlen vor. Doch das Management hält Sparen weiter für das Gebot der Stunde.
Update: 18.02.2016 - 11:37 Uhr
Der Airline-Konzern schafft nach einer langen Leidenszeit wieder ein Plus. Quelle: dpa
Airbus von Air France

Der Airline-Konzern schafft nach einer langen Leidenszeit wieder ein Plus.

(Foto: dpa)

ParisDie Fluggesellschaft Air France-KLM ist nach einem jahrelangen Sparkurs mit Jobabbau in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Der französisch-niederländische Konzern erzielte im vergangenen Jahr unter dem Strich einen Gewinn von 118 Millionen Euro, wie er am Donnerstag in Paris mitteilte. Dabei profitierte die Airline auch vom eingebrochenen Ölpreis, der Kerosin billiger macht. 2014 hatte sie noch einen Verlust von 225 Millionen Euro verbucht.

Vorstandschef Alexandre de Juniac sieht das Ergebnis als Erfolg der Sparbemühungen. Es sei aber nötig, die Kosten weiter zu drücken. „Die Verbesserung des Ölpreises ändert nichts an unserer Position im Wettbewerb mit unseren Konkurrenten“, warnte de Juniac.

Der Lufthansa-Rivale will die Personalkosten runterbringen, um mit der Konkurrenz der Billigflieger und den starken arabischen Airlines auf der Langstrecke mithalten zu können. Gegen die Pläne hatte es im vergangenen Jahr teils heftige Proteste gegeben. Bislang ist es dem Unternehmen nicht gelungen, eine Einigung mit den Pilotenvertretern in Frankreich zu finden.

2015 hatte das Unternehmen für die französische Sparte Air France weitere Jobkürzungen angekündigt, Details sollen nach Angaben de Juniacs in der kommenden Woche auf einer Betriebsratssitzung verkündet werden. Berichte französischer Medien, wonach es um den Abbau von 1600 Stellen geht, kommentierte er am Donnerstag nicht.

Auch im laufenden Betrieb machte Air France-KLM erstmals seit 2010 wieder Gewinn. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag 2015 bei 816 Millionen Euro, nach einem Verlust von 129 Millionen Euro im Vorjahr.

Der Umsatz stieg um 4,6 Prozent auf 26,1 Milliarden Euro, auch dank des schwächeren Euro-Kurses. Auf vergleichbarer Basis gab es aber einen Rückgang von 3,2 Prozent. Für einen Knick sorgten zudem die Terroranschläge in Paris im November. Air France-KLM bezifferte die finanziellen Auswirkungen auf 120 Millionen Euro.

Das sind die sichersten Airlines der Welt
Platz 15: All Nippon Airways (Japan)
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Die Liste der 15 sichersten Fluglinien eröffnet All Nippon Airways. Im Jahr 2013 hatte ANA von Air Transport World (ATW) den Preis „Airline of the Year 2013“ erhalten. Nach Triebwerksproblemen im selben Jahr rutschte die Airline vom Spitzenplatz aus der Top Ten. ANA erreicht den Wert von 0,018, das macht Platz 15.

Platz 14: Virgin Atlantic Airways (Großbritannien)
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Vergangenes Jahr noch auf Platz 16: Die Flotte der Virgin Atlantic besteht aus 38 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 8,4 Jahren. Jährlich befördert die Airline 5,3 Millionen Passagiere – bisher ohne jeden Absturz. Platz 14 mit einem Index von 0,017.

Einmal im Jahr stellt das Flugunfallbüro Jacdec für das Fachmagazin „Aero International“ ein Sicherheitsranking der 60 größten Fluggesellschaften auf. Die Sicherheit berechnet sich nach der Anzahl der Ausfälle pro Flugkilometer, gewichtet um die Schwere des Unfalls und einen Landesfaktor. Da alle Unfälle der vergangenen 30 Jahre zeitlich gewichtet in die Statistik eingehen, schneiden viele Airlines wegen schwerer Unglücke in der Vergangenheit schlecht ab.

Platz 13: Qantas (Australien)
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Qantas verlor seit 56 Jahren kein Flugzeug bei einem Unfall. Der letzte tödliche Unfall liegt sogar 69 Jahre zurück. In den vergangenen zwei Jahren reihte sich die Fluggesellschaft in die Top Ten ein. Nun rutscht sie mit einem Index von 0,016 auf Platz 13 ab.

Platz 12: Lufthansa (Deutschland)
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Die größte Airline Deutschlands verpasst wie auch im vergangenem Jahr knapp die Top Ten. Lufthansa kann auf eine sehr gute Sicherheitsbilanz blicken: Der letzte Unfall mit Todesfolge liegt 21 Jahre zurück, in den vergangenen Jahren kam es zu vereinzelten Zwischenfällen. Im Sicherheitsranking bleibt der Kranich mit einem Index von 0,016 wie im Vorjahr auf Platz zwölf.

Keine Platzierung: Germanwings (Deutschland)
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Die Lufthansa-Tochter Germanwings, die 2015 mit einem vom Copiloten vorsätzlich in die Alpen gelenkten Airbus die Sicherheitsdebatte in der Zivilluftfahrt beherrschte, ist wegen ihrer Verkehrsleistung nicht unter den 60 weltgrößten Airlines. Dadurch verzeichnete 2015 keine Gesellschaft aus der hier betrachteten Gruppe ein größeres Unglück – obwohl es auch Unfälle gab, bei denen Flugzeuge als Totalverlust abgeschrieben werden mussten. Menschenleben waren dabei nicht zu beklagen.

Platz 11: Jetblue Airways (USA)
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Jetblue Airways verzeichnete in ihrer Geschichte keine Zwischenfälle mit Todesopfern oder Flugzeugverluste. Einige Zwischenfälle erlangten jedoch breite mediale Aufmerksamkeit, so wie der im September 2014: Der Jetblue-Flug 1416 musste nach einer Feuermeldung im rechten Triebwerk am Startflughafen notlanden. Aufgrund von Rauch musste eine Person zur Beobachtung ins Krankenhaus. Danach gab es keine Zwischenfälle – Rang elf mit einem Index von 0,016.

Platz 10: TAP Portugal (Portugal)
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Die größte portugiesische Airline TAP Portugal fliegt in Deutschland unter anderem Frankfurt, Hamburg und München an. Mit knapp 80 Flugzeugen in der Flotte gehören die Portugiesen zu den kleinen Mitgliedern der Star Alliance. 39 Jahre ohne Unglück sorgen mit einem Index von 0,015 für eine gute Platzierung im Ranking.

Einen konkreten Ausblick für 2016 gab de Juniac nicht. Zwar rechnet das Unternehmen mit weiterhin niedrigen Spritkosten. Diese dürften aber großenteils aufgezehrt werden durch den Preisdruck wegen der Überkapazitäten auf einigen Märkten sowie negative Währungseffekte.

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  • dpa
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