Air France-KLM
Lufthansa-Rivale tief in den roten Zahlen

Teurer Treibstoff und der aufwändige Konzernumbau haben die Fluggesellschaft Air France-KLM tief in die roten Zahlen gerissen. Kleiner Lichtblick: Der Sparkurs der Fluggesellschaft macht sich offenbar bemerkbar.
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ParisHohe Sanierungskosten und der andauernde Streit mit der Belegschaft über ein einschneidendes Sparprogramm lasten schwer auf der Fluggesellschaft Air France-KLM. Im zweiten Quartal stieg der Nettoverlust auf 895 Millionen von 197 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, die der Lufthansa -Konkurrent am Montag mitteilte.

Allerdings fiel der operative Verlust mit 66 Millionen Euro deutlich geringer aus als von vielen Experten erwartet. An der Börse nahmen Anleger dies zum Anlass, kräftig Aktien zu kaufen: Der Kurs der Air-France-Aktie legte um fast fünfzehn Prozent zu.

Analysten führten das Kursplus auch darauf zurück, dass die Führungsriege trotz des Widerstands der Belegschaft an dem Sparkurs festhält und für das zweite Halbjahr einen höheren operativen Gewinn von mindestens 195 Millionen Euro erwartet. Das Management versucht, angesichts des rapide gestiegenen Nettoverlusts den Druck auf die Gewerkschaften zu erhöhen. Sie lehnen die Sparpläne ab.

"Es ist klar, dass wir keine Wahl haben", sagte Finanzvorstand Philippe Calavia. "Die Maßnahmen, die wir vorgeschlagen haben, sollen das Überleben des Unternehmens und seine Erholung in den kommenden Jahren sicherstellen."

Die Air France-KLM-Führung will mehr als 5000 Arbeitsplätze streichen und das Unternehmen für den immer schärfer werdenden Wettbewerb mit Billigfliegern und den schnell wachsenden Golf-Airlines fitmachen. Die Kabinengewerkschaften hatten sich vergangene Woche mehrheitlich gegen den Plan ausgesprochen. Die Piloten wollen im August über die Sparmaßnahmen abstimmen.

Die 2004 aus der Fusion von Air France und der niederländischen KLM hervorgegangene Airline ist mit ihren Problemen nicht allein: Auch die Konkurrentin Lufthansa hat ein weiteres Sparprogramm aufgelegt. Allein in Deutschland sollen 2500 Verwaltungsjobs wegfallen - weltweit 3500. Die Lufthansa will ihre Quartalszahlen am Donnerstag veröffentlichen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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