Airbus-Rivale
Boeing will 2017 wieder abheben

Dank eines starken Schlussquartals hat der US-Flugzeugbauer Boeing 2016 noch 4,9 Milliarden Dollar Gewinn eingefahren. Das sind allerdings fünf Prozent weniger als im Vorjahr. 2017 will es der Airbus-Rivale besser machen.
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ChicagoDer amerikanische Flugzeugbauer Boeing hat das Jahr 2016 nach Milliardenabschreibungen mit einem Schlussspurt beendet. Dank eines überraschend guten vierten Quartals und einer Steuergutschrift blieb im abgelaufenen Jahr unter dem Strich mit einem Gewinn von 4,9 Milliarden US-Dollar fünf Prozent weniger übrig als im Vorjahr, wie der Airbus-Rivale aus den USA am Mittwoch in Chicago mitteilte. Für 2017 will Boeing-Chef Dennis Muilenburg wieder mehr Gewinn – dazu sollen auch mehr ausgelieferte Verkehrsjets beitragen.

Ein Jahr zuvor hatten noch düstere Aussichten für den Jumbojet das Ergebnis nach unten gezogen. 2017 will Muilenburg nun 760 bis 765 Verkehrsflugzeuge ausliefern. Die Zahl war 2016 auf 748 gesunken.

Trotzdem rechnet der US-Konzern 2017 mit einem geringeren Umsatz. Die Erlöse sollen zwischen 90,5 und 92,5 Milliarden Dollar liegen nach 94,6 Milliarden Dollar 2016. Das dürfte hauptsächlich auf die verkauften Flugzeugtypen zurückzuführen sein. Die kleineren Modelle 737 und 737 Max sind günstiger als die größeren Langstreckenjets wie die 777, von denen der Konzern nicht mehr so viele fertigen will.

An der Wall Street kam der Ausblick gut an. Im vorbörslichen US-Handel legte die Aktie um 1,4 Prozent zu. Nach dem Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl stand das Papier immer wieder unter Druck. Der Republikaner kritisierte den Preis für die künftigen Präsidenten-Maschinen heftig und spielte bereits mit dem Gedanken, die Order für die neue Version der Air Force One zu stornieren.

Früheren Angaben von Trump zufolge versprach Boeing, auf die Kosten zu achten. Der Preis werde nicht mehr als vier Milliarden Dollar betragen. Die neuen Maschinen des Typs 747-8 sind derzeit in einer frühen Entwicklungsphase und dürften nicht vor 2014 fertig werden. Sie bieten auch in Extremsituationen dem US-Präsidenten Verteidigungs- und Kommunikationsmöglichkeiten.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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