Airline mit Gewinnsprung
Turkish Airlines macht der Lufthansa Beine

Während die Lufthansa rote Zahlen vorlegt, verdoppelt Turkish Airlines den Gewinn. Die Zahl der Passagiere wächst um 13 Prozent. Die Fluggesellschaft wird immer mehr zum neuen großen Lufthansa-Konkurrenten.
  • 1

IstanbulDie Fluggesellschaft Turkish Airlines hat ihren Reingewinn im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben auf 1,819 Milliarden Lira (648,7 Millionen Euro) mehr als verdoppelt. Der Umsatz nahm verglichen mit dem Vorjahr um 29 Prozent auf umgerechnet 8,6 Milliarden Euro zu, wie die teilstaatliche türkische Airline am Mittwoch mitteilte.

Turkish Airlines habe im vergangenen Jahr 54,7 Millionen Passagiere transportiert (plus 13,3 Prozent). Der globale Marktanteil habe von 1,6 Prozent auf 1,8 Prozent zugelegt. In den vergangenen zehn Jahren habe sich dieser Wert damit verdreifacht.

Turkish Airlines kündigte an, die Flotte von 263 Flugzeugen im laufenden Jahr auf 293 Maschinen auszubauen. Die Zahl der Passagiere solle auf 63,2 Millionen steigen, das Netz um 9 auf dann 273 Ziele im In- und Ausland erweitert werden. Turkish Airlines gehört wie die Lufthansa zur Star Alliance.

Mit ihrem Wachstumskurs und ihrem stark ausgebauten Netz ist sie in den vergangenen Jahren zu einer ernsthaften Konkurrenz für andere große Fluggesellschaften herangewachsen. So wie die Lufthansa, die am Freitag rote Zahlen vorgelegt hat. Nach deutscher Rechnungslegung (HGB) flog Europas größter Luftverkehrskonzern vergangenes Jahr 732 Millionen Euro Verlust ein. Die Dividende wird gestrichen.

Neben Streikkosten von 232 Millionen Euro zogen vergangenes Jahr höhere Pensionslasten die Airline in die roten Zahlen. Den mit Abstand größten Batzen machten aber Absicherungsgeschäfte gegen schwankende Treibstoffpreise aus.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Airline mit Gewinnsprung: Turkish Airlines macht der Lufthansa Beine"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Man merkt in der Türkei gibt es noch nicht solche Forderungen der Gewerkschaften wie in Deutschland. Ich verstehe nicht warum die Lufthansa sich so lange von den Gewerkschaften erpressen lässt. Andere Unternehmen haben nicht diesen Kampf gegen die Gewerkschaften. Natürlich möchte jeder gut bezahlt werden, aber die Forderungen der Piloten sind teilweise ja schon extrem. Die IG-Metall forderte dieses Jahr 5% und bekam 3,4% und was fordern die Piloten? Die Piloten fordern 10% mehr Gehalt und Renteneintrittsalter mit 55 Jahren. Und Piloten sind wirklich nicht unterbezahlt. Bis zur Lufthansa muß die Türkisch Airline aber noch etwas wachsen, der Umsatz bei der Lufthansa lag 2015 bei 30 Milliarden € und der Umsatz der Türkisch Airline bei nur 10 Milliarden US Dollar. Was den Umsatz angeht sind hier noch Welten dazwischen. Ich hoffe nur dass die Lufthansa dieses Jahr noch die Kurve kriegt und stark von dem billigen Ölpreis zusammen mit den Einsparungen bei Umstrukturierungen profitiert. Gruß Aderius.de

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%