Airline versucht Neustart mit kleineren Maschinen
Air Canada fliegt aus dem Gläubigerschutz

Die kanadische Fluggesellschaft Air Canada schließt die erste Phase ihrer Sanierung ab. 18 Monate nach dem Anmelden der Insolvenz, kündigte die Fluglinie für Donnerstag die Entlassung aus dem Gläubigerschutz an.

gbr OTTAWA. Die Neuordnung von Schulden und ein massives Sparprogramm sollen dem Star- Alliance–Partner der Deutschen Lufthansa einen Neustart ermöglichen.

Air Canada-Präsident Robert Milton will im Wettbewerb mit inländischen Anbietern die Airline schlank und kostengünstig aufstellen. Auf Kurzstrecken sollen große Flugzeuge durch kleine Regionaljets ersetzt werden, damit Routen effizienter bedient werden können. Zudem will Air Canada bis 2006 92 Prozent seiner Tickets für Inlandsflüge übers Internet verkaufen. 2003 lag dieser Anteil bei 23 Prozent. Während Air Canada im nationalen Flugverkehr starke Konkurrenz durch Discount-Fluglinien wie Westjet hat, sieht sie ihre Wachstumschancen künftig im internationalen Geschäft. Dies unterstreichen die neuen Routen nach Indien, dem restlichen Asien und nach Südamerika.

Die nahezu wertlosen Aktien der bisherigen Air Canada wurden bereits Ende August vom Markt genommen. Die 35 000 Mitarbeiter der Fluggesellschaft mussten im Zuge der Sanierung Einbußen bei Gehältern und sonstigen Leistungen in Höhe von 1,1 Mrd. Kanada-Dollar (knapp 700 Mill. Euro) aufbringen. Die größten Gläubiger und Geldgeber von Air Canada hatten für den Verzicht auf den weitgehenden Teil ihrer Forderungen Aktien an dem neuen Unternehmen erhalten. Insgesamt wurden rund 100 Mill. Aktien verschiedener Kategorien zum Bezugspreis von 20 Dollar ausgegeben.

Die Ausgabe von 42 Prozent der Aktien wurde durch eine Garantieerklärung der Deutschen Bank in Höhe von 850 Mill. Dollar abgesichert. Insgesamt werden die Gläubiger 88 Prozent der Aktien der neuen ACE besitzen.

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