Airlines
Lufthansa: 50 Cent für AUA-Aktionäre

Eine Zwangsabfindung von 0,50 Euro bietet die Lufthansa den Aktionären der Austrian Airlines an. Einen Squeeze-out hatte die Lufthansa bereits angekündigt.

HB FRANKFURT. Die Lufthansa will die Altaktionäre der übernommenen Austrian Airlines mit einer Zwangsabfindung von 0,50 Euro je Anteilsschein aus dem Unternehmen drängen. Das teilte der europäische Branchenprimus am Freitag mit. Die Lufthansa hält 95,4 Prozent an der österreichischen Airline und hatte in der Vergangenheit bereits einen Squeeze-out angekündigt.

Der AUA-Aufsichtsrat muss die Angemessenheit der Abfindung noch prüfen. Eine außerordentliche Hauptversammlung, die über den Ausschluss der Minderheitsaktionäre entscheidet, soll voraussichtlich Mitte Dezember stattfinden.

Mit der AUA-Übernahme war die Lufthansa zur größten europäischen Fluggesellschaft aufgestiegen. Sie zahlte für das defizitäre Unternehmen 166 Mio. Euro an die freien Aktionäre und der Staatsholding ÖIAG einen symbolischen Preis für deren 42-Prozent-Anteil. Die EU-Kommission hatte den Zusammenschluss nach dem Zugeständnis der Lufthansa genehmigt, auf fünf Strecken den Einstieg von Konkurrenten zu ermöglichen.

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