Airlines prüfen Schadenersatz
Flughafenbetreiber soll für Terroralarm zahlen

Nach den vereitelten Anschlägen auf Flugzeuge in Großbritannien stand der Luftverkehr beinahe still. vor allem der Flughafen London-Heathrow war betroffen. Der Betreiber BAA sieht sich nun Schadenersatzforderungen gegenüber – vielleicht auch von der Lufthansa.

HB FRANKFURT. „Wir werden uns jetzt, nachdem der Flugverkehr wieder geregelt läuft, damit befassen und eine mögliche Klage prüfen“, sagte ein Lufthansa-Sprecher am Mittwoch. Ob überhaupt und in welcher Höhe Regressforderungen gestellt würden, sei noch nicht entschieden. „Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind für uns nicht so gravierend“, fügte er hinzu.

Am vergangenen Donnerstag, als die britische Polizei bekannt gegeben hatte, Anschläge auf Flugzeuge vereitelt zu haben, waren bei Deutschlands größter Fluggesellschaft mehr als 30 Flüge ausgefallen. Das seien gerade einmal 2 Prozent des gesamten Flugprogramms, sagte der Sprecher. Den entstandenen wirtschaftlichen Schaden hatte Lufthansa bereits in der vergangenen Woche als „nicht signifikant“ bezeichnet.

Auch mehrere britische Fluggesellschaften erwägen Schadensersatzforderungen gegen den Flughafenbetreiber BAA. Der irische Low-Cost-Carrier Ryanair hatte BAA vorgeworfen, unzureichend Sicherheitspersonal vorgehalten zu haben, um die nach dem Terroralarm drastisch verschärften Bestimmungen umzusetzen.

Bei der am stärksten betroffenen Fluggesellschaft British Airways (BA) hieß es, man prüfe rechtliche Schritte, um BAA für die Einbußen in den vergangenen Tagen zur Rechenschaft zu ziehen. BA musste wegen der massiv verschärften Sicherheitsvorschriften bisher mehr als 1 000 Flüge streichen. Erst am Freitag wird die BA zum normalen Flugplan zurückkehren, wie sie am Mittwoch ankündigte. BA ist nach eigenen Angaben noch damit beschäftigt, mehrere 10 000 Gepäckstücke, die durch die Streichungen und Verspätungen fehlgeleitet wurden, zu ihren Besitzern zurück zubringen.

Der britische Flughafenbetreiber BAA gehört mehrheitlich einem spanischen Konsortium unter Führung des Baukonzerns Ferrovial.

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