Airlines
Schulden von Air Berlin wachsen

Nun steht es schwarz auf weiß. Air Berlin hat seinen Geschäftsbericht veröffentlich und dort standen die erwartet schlechten Zahlen drin: 2008 rutschte die Airline in die roten Zahlen und rechnet für das laufende Jahr mit schwierigen Zeiten. Die weltweite Rezession lasse seriöse Prognosen aber nur eingeschränkt zu.

BERLIN. Die zweitgrößte deutsche Airline, Air Berlin, beschleunigt angesichts des widrigen Umfelds ihre Bemühungen zur Stabilisierung der Bilanz. Neben einer weiteren Kapazitätsreduzierung – Air Berlin rechnet 2009 mit vier bis fünf Prozent weniger Passagieren – soll vor allem der Verkauf von Unternehmensteilen und Flugzeugen frisches Geld in die Kassen spülen. „Ende 2009 wird die Situation wieder besser aussehen“, sagte Finanzchef Ulf Hüttmeyer gestern in Berlin.

Air Berlin ist im vergangenen Jahr trotz des frühzeitig gestarteten Sparprogramms „Jump“ tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Der Nettoverlust verdoppelte sich nahezu auf 75 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis vor Steuern (Ebit) sank von 21,4 Mio. auf 14,2 Mio. Euro. Allerdings haben einmalige Abschreibungen auf Swaps zur Währungsabsicherung sowie hohe Treibstoffkosten die Zahlen zusätzlich belastet.

Die Airlines leiden massiv unter der Nachfrageschwäche. So haben mit Air France-KLM und British Airways zwei der führenden europäischen Netz-Gesellschaften die Investoren auf Verluste vorbereitet. Lufthansa dagegen hat ein deutlich positives Betriebsergebnis versprochen. Nach Angaben der Luftverkehrsorganisation IATA hat sich der Rückgang der Passagierzahlen im Februar dramatisch beschleunigt: von minus 5,6 Prozent im Januar 2009 auf minus 10,1 Prozent. „Das zeigt, dass sich die Krise weiter ausbreitet“, warnte IATA-Chef Giovanni Bisignani Ende vergangener Woche.

Angesichts dessen zeigten sich Investoren gestern noch recht erleichtert über die aktuellen Zahlen von Air Berlin. Der Kurs der in London notierten Aktie stieg um über zwei Prozent. Dabei hatten sich Analysten überwiegend skeptisch zu den Zahlen geäußert. „Die Geschäftszahlen haben aus unserer Sicht ergebnisseitig enttäuscht“, kommentierte Zafer Rüzgar von Independent Research die Daten der Berliner. Auch Frank Skodzik von der Commerzbank betonte das „schwache Nettoergebnis“.

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