Airport Citys
Der Aufstieg zur Aeropolis

Fra, Muc, Dus, Ham – diese Kürzel sollen nicht mehr nur für die Flughäfen Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg stehen, sondern auch für die dortigen Einkaufsstädte und Erlebnisstätten. Der Auf- und Ausbau von Airport Citys und Airport Plazas läuft auf Hochtouren.

HAMBURG. In Düsseldorf entstehen am Flughafen Kongress-Hotel und Business Park, in Hamburg und Frankfurt verdoppeln sich die Einkaufs- und Gastronomieflächen und am Flughafen München, der dies alles bereits hat, gibt es sogar eine Bonuskarte wie in normalen Einkaufscentern.

Das Geschäft mit Einzelhandel, Gastronomie, Parken, Werbung, Konferenzzentrum und Vermietungen ist in den vergangenen Jahrzehnten stark gewachsen. Europas Flughäfen setzten 2006 fast jeden zweiten Euro damit um – Tendenz stark steigend. Dabei ist das so genannte Non-Aviation-Geschäft nicht nur Wachstums-, sondern auch Gewinntreiber.

Am Flughafen Frankfurt, dem größten deutschen Flughafen, trägt es bereits über die Hälfte zum operativen Gewinn bei. In München sieht es ähnlich aus. Und für Michael Garvens, Chef des Flughafens Köln-Bonn, ist das Zusatzgeschäft sogar „unsere Cash Cow, ohne die wir nicht mehr existieren könnten“.

Der Wettbewerb unter den deutschen Flughäfen hat sich verschärft. Sie buhlen nicht mehr nur untereinander, sondern auch international mit Neulingen wie Dubai und Qatar International Airport um neue Langstrecken, den Auf- und Ausbau von Technikbasen sowie höhere Frequenzen und Kapazitäten.

Das führt zu Druck auf die Einnahmen: Der Flughafen Hamburg etwa hat eigenen Angaben zufolge die Entgelte seit dem Jahr 2000 um zehn Prozent gesenkt. „Der reine Flugbetrieb deckt an einem Flughafen heute in den seltensten Fällen die Kosten. Der Gewinn muss aus den anderen Einnahmen kommen“, sagte Michael Eggenschwiler, Chef des Flughafens Hamburg, auf der Hamburg Aviation Conference.

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