Airport-Geschäft schreibt noch rote Zahlen
Hochtief baut Flughafengeschäft aus

Deutschlands größter Baukonzern Hochtief will das Geschäft mit dem Betrieb von Flughäfen ausbauen. Nach dem Verkauf eines Teils seiner Flughafenbeteiligungen und gleichzeitiger Gründung einer Investorenpartnerschaft mit Finanzinvestoren sei die Plattform für neues Wachstum geschaffen worden, sagte Hochtief-Vorstand Peter Noé: „Gemeinsam mit den Finanzinvestoren suchen wir weitere Investments.“ Dabei sei die Partnerschaft „für jeden Betrag gut“.

agr/HB ESSEN. Ins Visier genommen hat der Essener Konzern Südosteuropa und Asien, dort insbesondere die Länder Malaysia, Indonesien und auch China. Beteiligt hat sich Hochtief an den Ausschreibungen des indischen Flughafens Mumbai (ehemals Bombay), Budapest und Enfidha in Tunesien. Auch die Erhöhung bestehender Beteiligungen, etwa an Athen, wird nicht ausgeschlossen.

Hochtief ist bislang an den Flughäfen Athen, Sydney, Düsseldorf und Hamburg und Tirana in Albanien beteiligt. Mit der australischen Hastings Funds Management, der Caisse de Depot et Placement du Quebec aus Kanada und der KfW Ipex Bank aus Deutschland ist Hochtief jetzt außerdem eine Investorenpartnerschaft eingegangen.

Noé räumte ein, dass es zwar in der Partnerschaft einen ausreichend großen finanziellen Spielraum für Investitionen gebe, es aber weltweit an geeigneten Projekten mangele. Gleichzeitig gebe es für die wenigen Flughafenprivatisierungen eine Reihe von Investoren.

Besonders aggressiv tritt dabei die australische Investmentbank Macquarie mit insgesamt 19 Infrastruktur-Fonds weltweit auf. Außerdem tummeln sich auch Baukonzerne wie die spanische Ferrovial und die französische Vinci-Gruppe in dem Markt. Auch Flughafenbetreiber wie Fraport (Frankfurt) oder der Flughafen Kopenhagen spielen mit.

Die zunehmende Konkurrenz um wenige Projekte treibe die Preise in die Höhe, sagte Noé. Gescheitert ist Hochtief mit der Bewerbung um den Betrieb der bulgarischen Flughäfen Bourgas und Varna. Von der bulgarischen Regierung in Sofia wurde der Flughafen Kopenhagen als Partner ausgewählt.

Mit dem Airport-Geschäft schreibt Hochtief noch rote Zahlen. 2004 wurde ein Verlust vor Steuern (Ebt) von 14,3 Mill. Euro verbucht. 2005 soll die Gewinnschwelle erreicht werden.

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