Airport-Konzern übernimmt Regionalflughäfen
Start frei für Fraport in Griechenland

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport ist längst ein globaler Airport-Konzern. Jetzt endlich klappt es mit dem Einstieg bei griechischen Regionalflughäfen. Doch vor Ort wartet viel Arbeit auf Fraport.

AthenLange wurde gerungen, mehrfach schien der Deal auf der Kippe zu stehen, aber jetzt ist alles in trockenen Tüchern: Der Flughafenbetreiber Fraport und sein griechischer Partner Slentel übernehmen für 40 Jahre den Betrieb von 14 griechischen Regionalflughäfen. Am Montag wurden die Verträge mit der griechischen Privatisierungsbehörde HRADF in Athen unterzeichnet.

Slentel gehört zur Copelouzos-Gruppe, die vor allem im Energiesektor sowie der Immobilienbranche aktiv ist und bereits eine Minderheitsbeteiligung am Athener Flughafen hält. Fraport und Copelouzos sind auch Partner des Northern Capital Gateway-Konsortiums, das den Flughafen Pulkowo in St. Petersburg managt.

Das deutsch-griechische Konsortium lässt sich die Konzession für den Betrieb der 14 Hellas-Airports 1,234 Milliarden Euro kosten. Außerdem zahlt die Firmengruppe eine jährliche Abgabe von anfangs 22,9 Millionen Euro an den Staat. Bis 2020 wollen Fraport und Slentel 330 Millionen Euro in die Erneuerung und den Ausbau der Flughäfen investieren. In den Folgejahren sind weitere Investitionen in Instandhaltung und Kapazitätserweiterungen geplant.

Das ist eine gute Nachricht für Griechenland-Reisende, die bisher auf Ferieninseln wie Samos, Santorin oder Kos mit rudimentären Abfertigungseinrichtungen vorlieb nehmen mussten. Auf anderen Inseln wie Korfu oder Mykonos platzen die Terminals während der Hochsaison aus allen Nähten.

Neben den genannten Inseln gehören auch die Festlands-Flughäfen im nordgriechischen Thessaloniki, in Aktio und Kavala sowie die Insel-Airports Chania auf Kreta, Kefalonia, Lesbos, Rhodos, Skiathos und Zakynthos zu dem Paket. Das Konsortium wird das Management der Flughäfen voraussichtlich im Herbst 2016 übernehmen. Dann wird auch die Konzessionsgebühr von 1,234 Milliarden Euro fällig.

Mit der Unterschrift der Betreiberverträge ist die erste große Privatisierung unter der Regierung des Links-Premier Alexis Tsipras unter Dach und Fach. Fraport und Slentel hatten sich bereits im Herbst 2014 im Bieterverfahren gegen die Mitbewerber Vinci sowie Corporation America durchgesetzt und unter der damaligen konservativ-sozialdemokratischen Regierung den Zuschlag bekommen. Mit dem Wahlsieg des Linksbündnisses Syriza Ende Januar 2015 geriet das Projekt aber ins Stocken.

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Infrastruktur der Airports bisher mangelhaft

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