Aktie des Internet-Reisevermittlers bricht um 13 Prozent ein
Lastminute.com schockt die Börse

Der Online-Reiseanbieter Lastminute.com kommt nicht aus den roten Zahlen. Das britische Unternehmen gab gestern einen unerwartet hohen Nettoverlust für das vierte Quartal und für das Gesamtjahr 2003/04 bekannt. Die Börse reagierte geschockt. Lastminute.com verlor 13 Prozent seines Börsenwertes.

bef LONDON. Konzernchef Brent Hoberman machte für das unerwartet hohe Minus Sonderkosten für die Integration zugekaufter Firmen verantwortlich. Lastminute.com hatte in den zurückliegenden vier Jahren 14 Unternehmen in Deutschland und Frankreich übernommen, um in Europa auf eine wettbewerbsfähige Größe zu kommen. Nun versucht Hoberman, mit Abbau von 350 Stellen und der Schließung von zehn Standorten die Kosten zu senken. Das kostet die Gruppe mehr als erwartet. „Das finanzielle Abschneiden entsprach nicht unseren Erwartungen“, sagte Hoberman. Der Nettoverlust betrug im vierten Quartal 19,9 Mill. Pfund (28 Mill. Euro) und im gesamten Geschäftsjahr bis Ende September 77 Mill. Pfund.

Lastminute.com verkauft über seine Webseiten Pauschalreisen oder Flüge und vermittelt Mietwagen. Das Unternehmen hat seit dem Börsengang im Jahr 2000 unterm Strich nur Verluste gemacht. Hoberman betonte gestern, dass das Kerngeschäft ohne Berücksichtigung von Sonderfaktoren robust sei. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr von 15 auf 24 Mill. Pfund, der Umsatz legte, auch bedingt durch die Zukäufe, von 190 auf 440 Mill. Pfund zu.

Lastminute.com wird bald das einzige noch nicht übernommene große Internet-Reisebüro sein. Konkurrent Ebookers bestätigte Verkaufsverhandlungen und rechnet damit, bis Ende des Jahres übernommen zu werden. An der Börse werden als Interessenten die US-Reisekonzerne Cendant und Sabre Holdings gehandelt.

Quelle: Handelsblatt

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