Aktie fällt
Tui France kämpft mit Anlaufschwierigkeiten

Europas größter Touristikkonzern Tui bleibt mit seiner neuen französischen Veranstaltermarke „Tui France“ ein halbes Jahr nach dem Start deutlich unter den ursprünglichen Erwartungen.

HB HANNOVER. Anstelle der erhofften 100 000 Gäste rechne Tui France im ersten Jahr nur mit 60 000 Urlaubern, sagte eine Tui-Sprecherin. Allerdings entwickle sich das Gesamtgeschäft in Frankreich, das zu mehr als 90 % auf die Marke „Nouvelles Frontieres“ zurückgeht, weiterhin positiv.

Tui habe in der Wintersaison 2003/04 (November bis April) in Frankreich fast zwölf Prozent mehr Gäste und gut elf Prozent mehr Umsatz als ein Jahr zuvor erzielt. Für die Sommersaison hätten die Buchungsstände Ende April bei den Gästen um knapp einen Prozent, beim Umsatz knapp zwei Prozent über Vorjahr gelegen.

Mit dem traditionsreichen Veranstalter „Nouvelles Frontieres“, der vor allem Fernreisen in die französischen Übersee-Gebiete anbietet, hatten im vorigen Jahr 1,6 Millionen Gäste Urlaub gemacht. Die neue „Tui France“ soll die Franzosen nun verstärkt an die Urlaubshochburgen rund um das Mittelmeer locken. Allerdings waren die Erwartungen mit 100 000 Gästen im ersten Jahr bereits sehr zurückhaltend. Bis 2006 wollte Tui ursprünglich die Gästezahl für Tui France auf 350 000 steigern. Dies dürfte nach dem schwachen Start nicht mehr erreichbar sein.

An der Frankfurter Börse löste der Bericht einen Rückgang der Tui-Aktie um zwei Prozent aus. Bisher hat Tui France (Paris) dem Bericht zufolge 35 000 Kunden gewonnen. Der erste Katalog galt für die vergangene Wintersaison. Der Umsatz je Ferienklub-Kunde liege mit 930 Euro unter der Erwartung von 1 000 Euro. Vor einem Jahr hatte Tui mit dem Pariser Hotelkonzern Accor ein Abkommen über die Vermarktung der Ferienklubs Coralia sowie von Hotels (Sofitel, Ibis) in Feriengebieten geschlossen. Tui betreibt zudem den französischen Reisekonzern Nouvelles Frontières, der im Schnitt auf 800 Euro Umsatz je Kunde komme.

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