Aktie gibt deutlich nach: IT-Vermarkter 4MBO zahlungsunfähig

Aktie gibt deutlich nach
IT-Vermarkter 4MBO zahlungsunfähig

Der IT-Vermarkter 4MBO ist zahlungsunfähig und will deshalb Insolvenz anmelden. Die Gläubigerbanken wollen dem schwäbischen Unternehmen die für die Restrukturierungsphase nach dem Ausstieg aus dem PC-Geschäft notwendige Finanzierung nicht mehr zur Verfügung stellen, begründete das Unternehmen am Freitag in Plochingen die akute Finanznot.

HB STUTTGART. Der Antrag sollte noch am Freitag beim Amtsgericht Esslingen gestellt werden. Zunächst hätten die Banken noch Unterstützung für die Sanierung signalisiert, teilte 4MBO mit. Hausbank von 4MBO ist die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW).

Die Aufgabe des geschrumpften Geschäfts mit Heimcomputern (PC) und Informationstechnik hatte das Unternehmen 2003 erneut tief in die roten Zahlen rutschen lassen. Der Vorsteuerverlust verdoppelte sich nach vorläufigen Angaben auf 25,5 (Vorjahr: 11,4) Mill. €, während der Umsatz um 26 % auf 213,1 Mill. € zurückging. Das Geschäft mit der Vermarktung billiger PC über den Einzelhandel - vor allem mit der Kette „Plus“ - war zum Weihnachtsgeschäft eingebrochen. Daraufhin hatte 4MBO den ganzen IT-Bereich, der fast die Hälfte des Umsatzes ausgemacht hatte, geschlossen. Allein das habe 11,8 Mill. € gekostet. Vor einer Woche hatte sich 4MBO von Vorstandssprecher Erwin Landherr nach einem Streit über die künftige Strategie getrennt.

Die 4MBO-Aktie brach am Freitag nach Wiederaufnahme des Handels massiv ein. Gegen 13 Uhr wiesen die Aktien ein Minus von 52,6 % auf und kosteten nur noch 0,92 €. Der letzte Kurs vor dem Handelsstopp hatte bei 1,85 € gelegen.

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