Aktie gibt nach
Gewinn von D.Logistics ist gesunken

Im dritten Quartal haben eine hohe Rückstellung und Probleme im US-Geschäft das Ergebnis des Logistikdienstleisters D.Logistics belastet. Seine Geschäftsziele für das Gesamtjahr hat das Unternehmen am Donnerstag aber bekräftigt. Der Aktienkurs reagierte mit deutlichen Verlusten auf den Zwischenbericht.

HB FRANKFURT. Der operative Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebita) sank im vergangenen Vierteljahr um fünf Prozent auf 2,5 Mill. Euro, wie die Firma am Donnerstag mitteilte. Der Überschuss lag bei 400 000 (Vorjahreszeitraum: 430 000) Euro. Der Umsatz fiel auf 1,8 Prozent auf 79 Mill. Euro.

Das Ergebnis sei durch eine Rückstellung für ein Prozessrisiko in Höhe von 750 000 Euro belastet worden, erläuterte ein Firmensprecher. Dabei gehe es um einen Rechtsstreit über den Erwerb eines Grundstücks am Firmenstandort in Hofheim. D.Logistics sei als Rechtsnachfolgerin einer zusammengebrochenen Firma von der Insolvenzverwaltung verklagt und erstinstanzlich verurteilt worden. Derzeit laufe das Berufungsverfahren.

Zu Geschäftsbelastungen im Bereich Konsumgüterverpackung führten den Angaben zufolge die Tropenstürme im Süden der USA. Einen maßgeblichen Teil des dortigen Geschäfts erzielt D.Logistics mit dem Verpacken von Batterien. Die Hurrikans hatten nach den Worten von Firmenchef Detlef Hübner zur Folge, dass die Batteriehersteller im dritten Quartal auf Verpackung verzichteten. „Bei der stark gestiegenen Nachfrage wurden die Batterien zuletzt nicht mehr verpackt, sondern einfach in ganzen Blocks unverpackt ins Krisengebiet geliefert“, erläuterte Hübner.

Gleichwohl äußerte sich Finanzvorstand Thomas Schwinger-Caspari zufrieden über die Geschäftsentwicklung insgesamt. „Wir sind im Plan und befinden uns am oberen Ende unserer eigenen Prognosen“, sagte er. Das Unternehmen hält daher an seinen Geschäftszielen fest. Demnach wird für 2005 ein Umsatz zwischen 301 Mill. und 310 Mill. Euro sowie ein Ebita zwischen 9,6 Mill. und 11,0 Mill. Euro erwartet.

An der Börse reagierten die Anleger enttäuscht auf den Zwischenbericht. Die im Kleinwerte-Index SDax notierte Aktie von D.Logistics lag gegen Mittag um gut sechs Prozent tiefer bei 2,02 Euro.

Für Analyst Nils Machemehl von MM Warburg fiel insbesondere das operative Ergebnis schwächer aus als erwartet. „Insgesamt hat sich das Bild mit diesen Quartalszahlen nicht aufgehellt“, stellte er fest. Die Aktie sei auf dem derzeitigen Niveau unverändert zu teuer. Machemehl bekräftigte sein Kursziel von 1,80 Euro für den Titel und seine Empfehlung, die Papiere zu verkaufen.

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