Aktie im Aufwind
Accor-Chef setzt voll auf Hotels

Gilles Pelisson setzt seinen Kurs fort: Der Chef des französischen Hotel- und Service-Konzerns Accor (Sofitel, Mercure, Novotel, Ibis, Formule 1) will sich von weiteren Randaktivitäten und Hotel-Immobilien trennen und erwägt den Verkauf der US-Kette Red Roof.

HB PARIS. In den Jahren 2007/2008 wolle die Nummer vier der Welt Aktiva für 500 Mill. Euro veräußern, sagte Konzernchef Gilles Pelisson. Diese Ankündigungen verbunden mit den guten Halbjahreszahlen gaben der Accor-Aktie Auftrieb. „Das Ergebnis der Strategieüberprüfung traf im Allgemeinen die Erwartungen“, kommentierten die Analysten des Brokers Cheuvreux. Die Ankündigung von Pelisson, die US-Hotelkette einer „strategischen Überprüfung“ zu unterziehen, wurde als Andeutung einer Verkaufsabsicht interpretiert.

Pelisson hatte im Januar die Leitung von Accor übernommen und stutzt den Konzern auf die Kern-Aktivitäten Hotels und Service (Essensgutscheine „Ticket Restaurant“) zurück. Pelisson verkaufte bereits für über 600 Mill. Euro Aktiva, etwa die Beteiligung am Club Med. Nun will er auch den Reiseveranstalter Go Voyage und den Catering-Betrieb Gemeaz Cusin abstoßen. Auch im Immobilienportfolio räumt er auf. Nach dem Verkauf von 261 Hotelgebäuden für 1,6 Mrd. Euro will er nun bis 2008 weitere 535 Immobilien für 3,2 Mrd. Euro veräußern. Das Geld will Accor in den Ausbau des Zimmerangebots investieren. Auch die Aktionäre sollen am Geldsegen teilhaben. Pelisson bestätigte das Ziel, bis 2010 rund 200 000 neue Hotelzimmer zu eröffnen. In Europa will er eine neue Hotel-Marke im Zwei-Sterne-Sektor starten. Um die Rentabilität zu verbessern, plant Accor für Deutschland und Frankreich ein Sparprogramm mit einem Volumen von 60 Mill. Euro.

Im laufenden Jahr soll der Vorsteuergewinn um 20 Prozent auf 680 bis 700 Mill. Euro zulegen. Der Halbjahres-Vorsteuergewinn von 282 Mill. Euro stieg dank guter Ergebnisse im mittleren und hochklassigen Hotelsegment in Europa und den USA um knapp 37 Prozent.

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