Aktie im Plus
Kaufhof: Metro beauftragt JP Morgan mit Käufersuche

Der Handelskonzern Metro sondiert das Umfeld für einen Verkauf seiner Warenhaussparte Kaufhof. Der US-Finanzkonzern JPMorgan sei mit der Suche nach einem Käufer beauftragt worden, sagte ein Metro-Sprecher am Montag. Ein offizieller Verkaufsprozess sei aber nicht gestartet worden.

dpa-afx DÜSSELDORF. Die Metro-Aktie entwickelte sich am Mittag mit plus 0,55 Prozent auf 40,41 Euro besser als der Dax. Der Düsseldorfer Metro-Konzern, zu dem der Großhandel Cash & Carry, die SB Warenhäuser Real sowie die Elektronikmärkte Media Markt und Saturn gehören, hatte im Frühjahr seine Warenhäuser als nicht mehr zum Kerngeschäft gehörend deklariert und auf die Verkaufsliste gesetzt. Angesichts der durch die Finanzkrise ausgelösten Marktverwerfungen erschien ein zügiger Verkauf Branchenbeobachtern aber stets als unwahrscheinlich.

Medienberichten zufolge sollen sich die Preisvorstellungen für Kaufhof bei etwa drei Mrd. Euro bewegen. Wertvoll macht das Paket vor allem der Immobilienbesitz. In Kreisen hieß es, sowohl strategische Käufer als auch Finanzinvestoren kämen als Abnehmer in Frage. Deren Interesse werde nun ausgelotet. Als potenzielle Kandidaten gelten Beteiligungsgesellschaften wie KKR und BC Partners aber auch andere Warenhausbetreiber wie beispielsweise die spanische Kette El Corte Inglés.

Metro-Chef Eckhard Cordes hatte stets betont, dass die Kaufhof-Warenhäuser nur als Gesamtpaket verkauft werden sollen. Dabei stehe der Konzern aber nicht unter Zeitdruck, da die Warenhäuser ihre Kapitalkosten verdienten. Da Kaufhof zudem noch seine Immobilien besitzt, wird dem Verkaufsvorhaben in der Branche eine höhere Chance eingeräumt als den Bemühungen des Konkurrenten Arcandor, eine Lösung für seine Karstadt-Häuser zu finden. Bislang waren die Essener bei ihrer Partnersuche wenig erfolgreich. Die bereits Ende 2007 angekündigte Kooperation mit La Rinascente und Printemps ist bislang nicht gestartet. Auch die Verhandlungen mit dem britischen Konkurrenten Debenhams haben zu keinem Ergebnis geführt, wie Vorstandschef Thomas Middelhoff zuletzt in einem Interview eingeräumt hat.

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