Aktie leicht unter Druck
Umsatzrückgang bei Euronext

Die Vierländer-Börse Euronext hat auf Grund der Zurückhaltung der Anleger an den Finanzmärkten im zweiten Quartal Umsatzeinbußen verzeichnet. Allerdings fiel der Rückgang weniger stark aus, als von Analysten erwartet.

HB PARIS. Der Umsatz sei von April bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 225,9 Mill. € zurückgegangen, teilte Euronext am Freitag mit. Vor allem die weltweit schwachen Handelsaktivitäten seien dafür verantwortlich. Ein Vergleich mit den Vorjahreszahlen ist laut Euronext angesichts der Ausgliederung des Clearing-Geschäftes allerdings nur bedingt möglich.

Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt einen Umsatz von 219,7 Mill. € prognostiziert. Der Euronext-Konkurrent Deutsche Börse AG hatte im zweiten Quartal ebenfalls das geringe Engagement der Investoren an den Kapitalmärkten zu spüren bekommen und Anfang der Woche einen leichten Gewinnrückgang im operativen Geschäft von April bis Juni bekannt gegeben.

Euronext zufolge ging im zweiten Quartal der Umsatz im Kassa-Handel an den Handelsplätzen in Amsterdam, Brüssel, Lissabon und Paris um 26 % auf 35,75 Mill. € zurück. Als Grund nannte die Vier-Länder-Börse eine geringere Handelsaktivität, Gebührennachlässe sowie Werbemaßnahmen beim Handel mit niederländischen Wertpapieren. Unsicherheiten über die Nachhaltigkeit der weltwirtschaftlichen Erholung sowie beim Gewinnwachstum der Unternehmen hatten die Investoren in den vergangenen Monaten zur Zurückhaltung veranlasst, was sich in niedrigeren Aufträgen zum Kauf oder Verkauf von Aktien ablesen lässt. Im Geschäft mit Derivaten habe der Umsatz von April bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 83,05 Mill. € zugenommen.

„Die Umsatzzahl ist stärker als es die meisten Analysten wohl erwartet haben, aber nur auf Grund von Wachstum in nicht zum Kerngeschäft zählenden Bereichen“, kommentierte ein Analyst die Euronext-Geschäftsentwicklung. „Wohingegen wir einige Schwächen in den Kerngeschäften Derivate, Kassahandel sowie Listing-Gebühren sehen können“, fügte er hinzu. Die an der Pariser Börse gelisteten Aktien von Euronext gaben in einem schwächeren Gesamtmarkt rund 0,8 % auf 21,30 € nach.

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