Aktienkurs bricht erneut ein
Spekulationen um Rückzug der Banken von Karstadt-Quelle

Spekulationen um einen Rückzug der kreditgebenden Banken aus ihrem Engagement beim sanierungsbedürftigen Einzelhandelskonzern KarstadtQuelle haben die Aktien des Unternehmens zeitweise unter starken Verkaufsdruck gesetzt.

HB FRANKFURT. „Es ist kein gutes Zeichen, dass die Banken die Kredite jetzt verkaufen“, urteilte Analyst Sven Madsen vom Bankhaus Hauck & Aufhäuser. Dies signalisiere mangelndes Vertrauen in den Kaufhaus- und Versandhandelskonzern. Ein Händler wertete den Kreditverkauf ebenfalls negativ: „Vielleicht ist den Banken das Risiko zu groß und sie trauen dem Braten nicht.“ Die erneuten Kursverluste begründeten Marktteilnehmer mit aktuellen Zeitungsberichten zu dem Thema.

Einige Börsianer warnten jedoch davor, diese Transaktion überzubewerten. „Das ist für die Banken ganz normales Geschäft“, sagte ein Marktteilnehmer. Analystin Barbara Armbrus von der LBBW äußerte sich zuversichtlich über die Zukunft der im Dezember vereinbarten Kreditlinie von 1,75 Milliarden Euro: „Ich rechne damit, dass der dreijährige Kreditvertrag Bestand haben wird.“

Reuters hatte am Montag gemeldet, dass einige Gläubigerbanken mit dem Verkauf von Karstadt-Krediten am Kapitalmarkt begonnen hätten. Aus Bankenkreisen hatte es zudem geheißen, dass sich an den Kreditlinie für das Unternehmen nichts ändere. Parallel dazu bekräftigte Karstadt, dass die Finanzierung für die kommenden drei Jahre gesichert sei. Die „Financial Times Deutschland“ berichtete am Dienstag ergänzend, bislang seien Darlehen von mehr als 300 Millionen Euro an Investmentbanken und Hedge Fonds verkauft worden.

Die Papiere bauten ihren rund sechsprozentigen Vortagesverlust aus und fielen weiter um bis zu 5,5 Prozent auf 6,83 Euro.

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