Aktienkurs fällt innerhalb einer Woche um über 30 Prozent
Arcandor-Chef ringt um Finanzen

Der Aktienkurs von Arcandor ist weiter eingebrochen, sehr zum Ärger von Vorstandschef Thomas Middelhoff. Nach Informationen aus Branchenkreisen ziehen sich die Gespräche zur Refinanzierung des ehemaligen Karstadt-Quelle-Konzerns länger hin als geplant.

DÜSSELDORF. Der Aktienkurs des angeschlagenen Arcandor-Konzerns (vormals Karstadt-Quelle) ist nach dem dramatischen Verlust der Vortage gestern noch weiter eingebrochen - sehr zum Ärger von Vorstandschef Thomas Middelhoff.

Nach Informationen aus Branchenkreisen ziehen sich die Gespräche über die Refinanzierung des Konzerns länger hin als geplant. Während ursprünglich bis spätestens zum gestrigen Mittwoch eine Einigung mit den Konsortialbanken um BayernLB, Dresdner und Commerzbank erwartet worden war, lag gestern bis Redaktionsschluss noch kein Ergebnis vor.

Das mit netto 1,5 Mrd. Euro verschuldete Unternehmen benötigt dringend die Zusage für einen Kredit in dreistelliger Millionenhöhe, um den Einkauf für das Weihnachtsgeschäft finanzieren zu können. In der vergangenen Woche hatte der Kreditversicherer Euler Hermes bereits vorsichtshalber die Ausfallgarantien für Arcandor-Lieferanten limitiert. Wie das Handelsblatt aus Verhandlungskreisen erfuhr, fordern die Banken als Sicherheit Aktien der Arcandor-Tochter Thomas Cook, was Konzernchef Thomas Middelhoff allerdings angeblich ablehnt. Ein Unternehmenssprecher wollte sich dazu auf Anfrage nicht äußern. Unterdessen fiel der Aktienkurs von Arcandor gestern um weitere neun Prozent auf 3,19 Euro. Seit der vergangenen Woche haben die Papiere mehr als 35 Prozent an Wert verloren.

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