Aktienkurs legt zu
Autovermieter Sixt verdient mehr

Der größte deutsche Autovermieter Sixt hat seinen Vorsteuergewinn im ersten Halbjahr 2004 deutlich gesteigert und geht für das Gesamtjahr unverändert von Zuwächsen bei Umsatz und Ertrag aus.

HB MÜNCHEN. Bis Juni sei der Gewinn vor Steuern im Vergleich zum Vorjahr um 19,3 % auf 20,9 Mill. € gestiegen, teilte das im Kleinwertesegment SDax gelistete Unternehmen am Donnerstag in Pullach mit. Die Entwicklung des operativen Umsatzes, der die Vermiet- und Leasinggeschäfte umfasst, habe sich im Jahresverlauf stark beschleunigt. Der operative Umsatz legte um 5,5 % auf 444,2 Mill. € zu, allein im zweiten Quartal sei er im Vorjahresvergleich um 10,6 % gewachsen.

Firmenchef Erich Sixt zeigte sich zufrieden und sprach von einem erfolgreichen ersten Halbjahr. Die Strategie günstiger Preise bei gleichzeitiger Kostendisziplin zahle sich aus. Die Geschäftsentwicklung habe den Erwartungen entsprochen. Der Kurs der Sixt-Aktie legte am Morgen um rund fünf Prozent auf bis zu 11,30 € zu, und damit deutlich stärker als der Gesamtmarkt.

Sixt hielt an an seiner Jahresprognose fest, wonach der Vorsteuergewinn um mindestens zehn Prozent und der operative Umsatz um rund fünf Prozent wachsen soll. Voraussetzungen dafür seien, dass die Konjunktur in Europa weiter anziehe und die Vermietpreise stabil blieben. 2003 hatte Sixt bei einem operativen Konzernumsatz von 892 Mill. € vor Steuern 42,5 Mill. € verdient. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres verbuchte Sixt einschließlich der Verkäufe von Vermiet- und Leasingfahrzeugen einen Konzernumsatz von 1,18 Mrd. €, gut zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Der europäische Autovermietmarkt sei unverändert von einem starken Wettbewerb geprägt, der vor allem über die Preise ausgetragen werde, hieß es.

Größter Ertragsbringer war die Sparte Autovermietung, deren Vorsteuergewinn um rund ein Viertel auf 15,3 Mill. € zulegte. Im Inland verbuchte Sixt gegen den prognostizierten Branchentrend einen Zuwachs bei Vermietumsätzen von 7,4 % auf 238,1 Mill. €. Der Bereich Leasing erzielte vor Steuern einen Gewinn von 5,7 Mill. €, 9,2 % mehr als im Vorjahr. Zum deutlich stärkeren Wachstum der Erträge im Vergleich zum Umsatz im ersten Halbjahr trugen vor allem die gesunkenen Fuhrparkkosten bei, die bis Juni pro Fahrzeug und Tag um mehr als vier Prozent unter dem Wert des Gesamtjahres 2004 lagen. Im ersten Quartal 2004, das in der Autovermietbranche üblicherweise schwach ausfällt, hatte Sixt im Konzern lediglich einen Vorsteuergewinn von 2,1 Mill. verbucht.

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