Aktienpaket aufgeteilt
Lufthansa jetzt komplett in Streubesitz

Die Deutsche Lufthansa befindet sich nun komplett in Streubesitz: Nach Konzernangaben halten mittlerweile alle Aktionäre einen Anteil von unter fünf Prozent, nachdem ein größeres Aktienpaket aufgeteilt wurde.

HB FRANKFURT/MAIN. Die zum Allianz-Konzern gehörende Dresdner Bank habe zum 1. November ihre 4,31 Prozent an Lufthansa aus der MGL Münchener Gesellschaft für Luftfahrtwerte herausgelöst, teilte die Fluggesellschaft Mittwoch mit. Die MGL halte damit nur noch 4,3 Prozent an Lufthansa, die der Bayerischen Landesbank zuzurechnen seien.

„Es sind aber bei der Aufsplittung des bisherigen 8,6-Prozent-Paketes der MGL keine Aktien verkauft worden“, erläuterte eine Lufthansa-Sprecherin. Sie wies damit Berichte von Finanzmedien zurück, wonach sich mehrere Großaktionäre von Lufthansa-Aktien getrennt hätten.

Die Dresdner Bank ließ offen, ob ein Verkauf des Lufthansa-Paketes vorbereitet wird. „Zu unserer Beteiligungspolitik äußern wir uns nicht“, sagte ein Sprecher. Die Bank wolle mit der Maßnahme ihre Beteiligungsstruktur optimieren.

Allianz beziehungsweise die Dresdner Bank verschaffen sich mit dem Schritt mehr Flexibilität. Die Lufthansa-Beteiligung hat zudem nach Einschätzung von Branchenexperten für den Finanz-Konzern keinen strategischen Charakter, ein Verkauf wäre deshalb prinzipiell jederzeit möglich.

Bislang hatten sich sowohl die Dresdner Bank und deren Mutter Allianz als auch MLG und Bayerische Landesbank das gesamte 8,6-Prozent-Paket der MGL als Lufthansa-Anteil angerechnet. Insgesamt hält der Allianz-Konzern mit dem Paket der Dresdner aktuell 4,44 Prozent an der Airline.

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