Aktionäre mit Geschäftsentwicklung zufrieden
Sixt sieht Wachstumschancen im Ausland

Deutschlands größter Autovermieter setzt bei seinen Wachstumsplänen auf das Auslandsgeschäft. Erstmals seit 1999 soll in diesem Jahr die Flotte an Mietautos wieder aufgestockt werden.

HB MÜNCHEN. „Ohne unsere europäischen Aktivitäten könnten wir heute nicht mehr bestehen“, sagte Konzernchef Erich Sixt am Donnerstag auf der Hauptversammlung in München. Bis 2008 wolle das Unternehmen in 100 Ländern vertreten sein, bislang seien es 48.

In einem ersten Schritt soll das europäische Leasinggeschäft durch grenzüberschreitende Angebote vorangetrieben werden, später solle das Leasing- und Vermietangebot auch vor Ort ausgebaut werden. Den osteuropäischen Markt will Sixt mit Hilfe von Franchisenehmern erschließen. „Ohne die Expansion im Ausland könnten wir unsere Marktführerschaft im Inland auf Dauer nicht verteidigen.“ Im Auslandsgeschäft erwirtschaftete Sixt im vergangenen Jahr einen Umsatz von 367 Millionen Euro. Das Leasinggeschäft machte davon 15 Millionen Euro aus.

Bei den Aktionären stieß die Geschäftsentwicklung des Autovermieters auf Zustimmung. Christoph Öfele von der Schutzgemeinschaft der Kleinanleger (SdK) fragte allerdings, ob und wann die bei internationalen Investoren unbeliebten, stimmrechtlosen Vorzugsaktien des Konzerns in Stammaktien umgewandelt werden sollen. Sixt lehnt diesen Schritt seit Jahren ab. Bei einer Umwandlung der Vorzugs- in Stammaktien würde der Anteil von Konzernchef Sixt am Unternehmen von 56,8 Prozent der Stammaktien auf rund 40 Prozent sinken.

Erstmals seit 1999 soll in diesem Jahr die Vermietflotte wieder aufgestockt werden. Im Durchschnitt rechnet Sixt in Deutschland mit einer Flotte von 30 700 Autos nach 29 000 im vergangenen Jahr. In Europa sollen es durchschnittlich 45 000 Fahrzeuge nach 43 300 im vergangenen Jahr sein. Potenzial im Bereich der Autovermietung sieht Sixt vor allem durch die Billigtochter Sixti und den Ferienvermieter Sixt Holiday Cars.

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