Aktionäre soll mehr Geld erhalten
Carrefour will milliardenschwere Unternehmensteile verkaufen

Der französische Handelskonzern Carrefour hat seinen Gewinn im ersten Halbjahr stärker gesteigert als erwartet und seine Prognosen für die Geschäftsentwicklung im Gesamtjahr bestätigt.

HB PARIS. Der französische Handelskonzern Carrefour hat seinen Gewinn im ersten Halbjahr stärker gesteigert als erwartet und seine Prognosen für die Geschäftsentwicklung im Gesamtjahr bestätigt. Das Unternehmen kündigte an, seine Schulden abbauen und seinen Aktionären mehr Geld zufließen lassen zu wollen.

Der Gewinn vor Sonderposten und Abschreibungen sei um 12,6 Prozent auf 531 Millionen Euro gestiegen, gab Carrefour am Mittwoch in Paris bekannt. Zehn von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt 514,3 Millionen Euro vorhergesagt. Der Gewinn werde im Gesamtjahr je Aktie sowohl vor als auch nach Abschreibungen zweistellig wachsen. Die Umsätze in den französischen Groß-Supermärkten von Carrefour würden in der zweiten Jahreshälfte das Niveau des zweiten Halbjahres 2003 übertreffen.

Das Unternehmen kündigte außerdem an, sich von unprofitablen und nicht zum Kerngeschäft gehörenden Sparten trennen zu wollen. Damit wolle es rund eine Milliarde Euro einnehmen, die in den Ausbau bestehender Supermärkte sowie in Akquisitionen fließen sollten. Der Schuldenstand solle bis 2006 um rund ein Fünftel abgetragen werden. Per Ende Juni 2004 seien die Schulden um 1,5 auf 9,25 Milliarden Euro reduziert worden. Bei der Dividende sei eine Erhöhung des auszuzahlenden Anteils am verteilbaren Gewinn auf rund 40 von 33 Prozent im vergangenen Jahr angehoben werden. Den derzeitigen Aktienkurs wolle Carrefour nun nutzen, um in den kommenden 24 Monaten drei bis fünf Prozent eigener Aktien zurückzukaufen.

Die Aktien von Carrefour reagierten auf die Zahlen und Ankündigungen positiv und legten im frühen Handel mehr als 3,7 Prozent auf 40,05 Euro zu.

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