Aktionäre unzureichend informiert?
Vorermittlungen gegen Vorstand der Metro

Wegen einer Strafanzeige des früheren Metro-Chef-Justiziars Hannjörg Hereth hat die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft Vorermittlungen gegen den Vorstand des Metro-Konzerns eingeleitet. Hereth wirft der Unternehmensführung schon seit längerem vor, die Aktionäre unzutreffend und unzureichend über die bilanzielle Bewertung der zum Jahreswechsel verkauften Metro-Beteiligung Divaco informiert zu haben.

HB DÜSSELDORF. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte am Freitag den Eingang der Strafanzeige und damit einen entsprechenden Bericht der „Süddeutschen Zeitung“. „Wir haben in diesem Fall Akteneinsicht in ein Zivilverfahren beantragt, insofern sind Vorermittlungen eingeleitet worden“, sagte der Sprecher. Weitere Angaben machte er nicht. Die Behörde muss solche Vorermittlungen einleiten, um über die Ablehnung oder Einleitung eines Ermittlungsverfahrens entscheiden zu können.

„Die Staatsanwaltschaft zeigt mit der Einleitung der Vorermittlungen, dass sie zumindest einen Anfangsverdacht nicht ausschließt,“ kommentierte Hereth den Vorgang am Freitag in einem Gespräch mit Reuters. Der Düsseldorfer Metro-Konzern reagierte indes gelassen. „Wir gehen davon aus, dass wie in jedem Fall einer Strafanzeige die Staatsanwaltschaft zunächst prüft, ob sie die Angelegenheit weiter verfolgt oder die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens ablehnt,“sagte ein Sprecher.

Hereth, der seit langem Aktien der Metro hält, hatte bei der Hauptversammlung im Mai 2003 erfolglos die Nicht-Entlastung des Vorstandes gefordert. Er hatte vergeblich eine Sonderprüfung in Bezug auf Divaco verlangt und erklärt, bei mehreren Geschäften der Metro seien die Aktionäre „unzutreffend und unzureichend unterrichtet“ worden. Metro-Chef Hans-Joachim Körber hatte dies zurückgewiesen.

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