Aktionäre werden am Montag informiert
Lufthansa bestätigt Swiss-Übernahmepläne

Die Lufthansa will die angeschlagene Schweizer Fluggesellschaft Swiss übernehmen. Beide Seiten hätten ein Geschäftsmodell zur Integration der Unternehmen entwickelt, das noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Gremien stehe, teilte die Lufthansa am Sonntag mit. Sofern die Zustimmung erfolgt, darf die Lufthansa ein Angebot zum Kauf der frei handelbaren Aktien der Swiss unterbreiten.

HB BERLIN. Über die Übernahme der Swiss durch die Lufthansa war schon mehr als ein Jahr spekuliert worden. In einem ersten Anlauf hatte die Swiss das Lufthansa-Angebot abgelehnt und stattdessen versucht, sich dem Bündnis um die British Airways anzuschließen.

Marke soll erhalten bleiben

Swiss soll weitestgehend eigenständig bleiben. „Das gemeinsam angestrebte Geschäftsmodell sieht eine Bündelung der Kräfte beider Fluggesellschaften unter weitestgehender Beibehaltung der Eigenständigkeit der Swiss vor“, berichtete Lufthansa. „Eckpfeiler sind unter anderem die Aufrechterhaltung der Luftverkehrsanbindung der Schweiz und der Marke Swiss.“

An diesem Montag würden die Hauptaktionäre der Swiss - Vertreter des Bundes, der Kantone und Städte, von Banken und führenden Unternehmen - über den Stand der Verhandlungen unterrichtet, berichteten Schweizer Sonntagszeitungen. Das Thema sei bereits am Freitag von der Schweizer Regierung, die einer solchen Übernahme stets wohlwollend gegenüberstand, beraten worden, bestätigte ein Regierungssprecher.

Die „NZZ am Sonntag“ berichtete, die Swiss könne ihr Sanierungsprogramm fortsetzen. Der Bund, der mit rund 20 Prozent an der Swiss beteiligt ist, müsse keine zusätzliche Kapitalspritze mehr beschließen, hieß es.

Nach einem Bericht der „SonntagsZeitung“ will der Liquidator der Swiss-Vorgängerin Swissair, Karl Wüthrich, den gesamten Verwaltungsrat der damaligen SAirGroup vor Gericht bringen. Die Swissair war im Herbst 2001 zahlungsunfähig geworden. Es geht um die Benachteiligung von Gläubigern. Auch ein Staatsanwalt in Zürich ermittelt bereits wegen Gläubigerschädigung durch Vermögensminderung.

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