Aktivistischer Investor
Carl Icahns neues Ziel heißt Hertz

Der Milliardär und Investor Carl Icahn kauft 8,5 Prozent des US-Autovermieters Hertz. Icahn strebt möglicherweise einen Aufsichtsratsposten an. Der Großinvestor ist dafür bekannt Konzern-Chefs unter Druck zu setzen.
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BostonGroßinvestor Carl Icahn ist beim US-Autovermieter Hertz eingestiegen und könnte damit Einfluss auf dessen Geschäft nehmen. Der Milliardär, der unter anderem auch an Ebay, Apple und der Discounter-Kette Family Dollar beteiligt ist, sicherte sich 8,5 Prozent an Hertz Global Holdings, wie er am Mittwoch bekanntgab. Für 38,8 Millionen Aktien zahlte er demnach 470,5 Millionen Dollar. Icahn erklärte, er strebe möglicherweise einen Aufsichtsratsposten an.

Der für sein aggressives Finanzgebaren bekannte Milliardär kauft immer wieder Anteile von Firmen und setzt das Management anschließend unter Druck. So versuchte Icahn beispielsweise, das Management des Online-Händlers ebay dazu zu bewegen, den lukrativen Bezahldienst Paypal zu verkaufen, um das Geld dann an die Aktionäre auszuschütten. Auch bei Apple drängte er zuletzt auf Sonderauszahlungen für die Anteilseigner.

Vergangenes Jahr hatte Hertz eine Reihe von Abwehrmaßnahmen festgesetzt, um zu verhindern, dass ein einziger Aktionär Kontrolle über den Konzern erlangen kann. Am Mittwoch erklärte das Unternehmen, es begrüße den Dialog mit seinen Aktionären, zudem seien Kontrollen und Abläufe verbessert worden.

Hertz hat derzeit keinen leichten Stand. Wegen verschiedener operativer Probleme und Kosten für Bilanzkorrekturen der vergangenen drei Jahre kappte der US-Autovermieter seine Gewinnziele für das laufende Jahr. Dabei musste Hertz auch dem Rückruf zahlreicher Autos Tribut zollen, weil dadurch die Flotte in den USA begrenzt war.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Aktivistischer Investor: Carl Icahns neues Ziel heißt Hertz"

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  • Wenn er den Konzern zerstört, naje auf Hertz kann man verzichten - es gibt Alternativen.
    Schade nur für die Mitarbeiter.
    Schön wäre es, wenn er sich mal mächtig verspekuliert!

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