Alba bietet keine Prämie
Interseroh-Chef Kook schweigt

Vorstand und Aufsichtsrat des Kölner Abfallentsorgers Interseroh wollen ihren Aktionären keine Empfehlung geben, ob sie das Übernahmeangebot des Berliner Wettbewerbers Alba annehmen sollen oder nicht.

HB DÜSSSELDORF. Grund für die Schweigsamkeit: Die Offerte bringt Vorstandschef Werner Kook in eine prekäre Lage. Der nämlich müsste die angebotenen 26,20 Euro je Aktie eigentlich ablehnen. Denn ein von Interseroh bestelltes Gutachten von JP Morgan bemängelt, Alba biete den Aktionären auf die eigentlich faire Bewertung keine Prämie für die Kontrollübernahme. Zudem muss Interseroh fürchten, dass Alba den mehrheitlich von der WestLB vorgestreckten Kaufpreis zu Lasten des Neuerwerbs finanzieren wird, was dessen Handlungsspielraum einzuschränken droht. Ein Veto kann sich Kook aber nicht leisten. Alba-Vorstandschef Axel Schweitzer leitet als Großaktionär den neunköpfigen Interseroh-Aufsichtsrat, dem zudem sein Bruder Eric angehört. Auch die Aufsichtsräte Friedrich Merz und Wolfgang Bosch sind dem Berliner Bieter geschäftlich eng verbunden. „Nicht ja zu sagen heißt nein“, interpretiert deshalb das Analystenbüro Equinet Kooks Zurückhaltung.

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