Aldi-Konkurrent

Lidl erhöht firmeneigenen Mindestlohn

Lidl lohnt sich für einen Teil der Beschäftigten künftig zumindest etwas mehr. Für Mitarbeiter mit Tarifverträgen soll bei dem Aldi-Konkurrent künftig die Lohnuntergrenze deutlich angehoben werden.
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Lidl-Beschäftigte vor einem Firmenlauf (Archivbild). Quelle: dpa

Lidl-Beschäftigte vor einem Firmenlauf (Archivbild).

(Foto: dpa)

NeckarsulmDer Discounter Lidl will seinen Beschäftigten künftig einen höheren Mindestlohn zahlen. Wie das Unternehmen am Freitag in Neckarsulm mitteilte, sollen Mitarbeiter mit Tarifverträgen ab September nicht weniger als 10,50 Euro pro Stunde verdienen. Das sind 50 Cent mehr als bisher. Lidl hatte schon Anfang 2010 einen flächendeckenden Mindestlohn von 10 Euro pro Stunde vorgeschlagen und damit eine branchenübergreifende Debatte entfacht.

Die Gewerkschaft Verdi begrüßte die Erhöhung. „Der Mindestlohn kann helfen, eine gute Basis für existenzsichernde Arbeit in der Einzelhandelsbranche zu schaffen“, sagte eine Verdi-Sprecherin. „Gleichzeitig schiebt ein Mindestlohn dem Verdrängungswettbewerb mittels Lohndumping einen Riegel vor.“

Der Aldi-Konkurrent Lidl hat in Deutschland nach eigenen Angaben 65 000 Mitarbeiter, 60 000 davon haben Tarifverträge. Wie viele von ihnen künftig von der Erhöhung profitieren, konnte ein Sprecher auf Anfrage nicht beantworten. Viele Beschäftigte seien bereits in höheren Lohngruppen.

  • dpa
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4 Kommentare zu "Aldi-Konkurrent: Lidl erhöht firmeneigenen Mindestlohn"

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  • Also ich finde einen Mindeslohn von 10,50 Euro durchaus als brauchbaren Einstiegstarif an.
    Es gibt viele andere Bereiche, wo wesentlich weniger verdient wird, so daß die dort Tätigen, noch zusätzlich woanders arbeiten müssen!

  • Wenn Unternehmen Bewegung in das Lohnniveau bringen mag das noch weit weg vom "Garten Eden" sein. Aber zerreist doch nicht alles! Viele Arbeitnehmer träumen von diesen Bezügen und deshalb wäre eine realistische, statt sozialistische Orientierung, eher angebracht.

  • Guten Tag,... Liebes Handelsblatt;... Ich habe in meinem bewegten Leben manchmal fuer weniger als die heutigen 10,50 euro geackert. Irgendwann habe ICH die Karten neu gemischt ( aber gehoerig ) und somit ganz andere Einkuenfte bekommen. Dass Du.... liebes Handelsblatt jetzt die Frechheit hast von " erheblich mehr " 0,50 Cent zu reden,.... finde Ich dreist und respektlos gegenueber den vielen armen Menschen die im reichen Deutschland von Lidl, Aldi, Norma, DM und anderem Gesindel um ihre ehrliche Arbeit auch noch betrogen werden. Im Gegensatzt zu Deiner Klientel,... zahle Ich sogar meiner Putzfrau 15 Euro netto und rede sie mit " Madame Ida " an....Mag sein dass wir Leser des Handelsblattes heutzutage gut gestellt sind;.... dies ist aber kein Grund 10,50 Euro als den Garten Eden hinzustellen. Manch einer weiss nicht mehr wo er herkommt;.... Ich weiss es noch immer;... und mein Umfeld merkt es meistens auch sehr schnell. Besten Dank.

  • Eine Minimallösung. Ich habe 2002 bei Lidl gearbeitet, damals lag mein Stundenlohn bei knapp 11 Euro, zuzüglich Spätzulage und Bankkosten. Also: Null Fortschritt!

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