Aldi, Lidl und Co.
Wein kommt immer öfter vom Discounter

Die Suche nach Wein endet für die meisten Verbraucher immer wieder bei Aldi, Lidl und Co. Die Discounter bieten dabei längst mehr als nur Billigware. Doch nun schlagen Edeka und Rewe mit regionalen Angeboten zurück.
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DüsseldorfWein kaufen die Deutschen in erster Linie beim Discounter. Fast jede zweite Flasche (48 Prozent), die im vergangenen Jahr hierzulande über den Ladentisch ging, stammt aus den Regalen von Aldi, Lidl und Co.. Das geht aus einer aktuellen Marktuntersuchung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hervor, die in dieser Woche vom deutschen Weininstitut präsentiert wurde. Supermärkte, der Fachhandel und der Direkteinkauf beim Winzer spielen dagegen mengenmäßig eine deutlich kleinere Rolle.

Das Angebot der Discounter reicht inzwischen vom deutschen Riesling bis zum kalifornischen Cabernet, vom französischen Champagner bis zum australischen Shiraz. Und nur billig wollen die Supermärkte schon lange nicht mehr sein.

Der Ausbau des Weinangebots sei für sie von strategischer Bedeutung, sagt der GfK-Handelsexperte Wolfgang Adlwarth. „Die Discounter wollen mit ihrem Weinangebot qualitätsbewusste und anspruchsvolle Kunden ansprechen, die sonst vielleicht nicht so schnell den Weg in ihren Laden finden.“

Das lassen sich die Discounter einiges kosten. So eröffnet Aldi Süd zur Weinmesse „Pro Wein“ in Düsseldorf mitten in der Düsseldorfer Fußgängerzone einen Kurzzeitladen, wo Verbraucher fünf Tage lang kostenlos zwölf Weine aus dem Angebot des Discounters probieren können: Im Angebot sind auch bekannte Weingüter wie Fritz Keller, Baron Philippe de Rothschild und Frescobaldi.

Konkurrent Lidl wirbt in Deutschland mit einem Online-Shop um Kunden, der die Grenzen des Discounters weit hinter sich lässt. Dort gibt es neben dem spanischen Roten für 2,19 Euro und dem sizilianischen Weißwein für 2,49 Euro auch zahlreiche edle Tropfen: etwa einen Chateau Pape Clement 2013 aus Bordeaux für 129,99 Euro die Flasche, einen italienischen Sassicaia 2012 für 149 Euro oder einen edelsüßen Chateau d'Yquem für 349 Euro.

Doch auch die klassischen Supermärkte werben seit Jahren verstärkt um die Weinkäufer - und das zuletzt sogar mit mehr Erfolg als die Billiganbieter. Während der Marktanteil der Discounter in den vergangen Jahren auf hohem Niveau stagnierte, haben Edeka, Rewe und Co. ihren Anteil von 13 auf 18 Prozent gesteigert.

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