Aldi Süd Discounter verpachtet Flächen an Tankstellen

Ausgewählte Grundstücke von Aldi Süd werden künftig durch Tankstellen ergänzt. Das Modell kommt aus Österreich: An Standorten der Aldi-Tochter Hofer kann schon länger Sprit gekauft werden.
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An Standorten im Raum München, Nürnberg und Stuttgart wird der Discounter durch Tankstellen ergänzt. Quelle: dpa
Aldi Süd

An Standorten im Raum München, Nürnberg und Stuttgart wird der Discounter durch Tankstellen ergänzt.

(Foto: dpa)

Mülheim an der RuhrErst einkaufen, dann zur Tanke: Kunden des Lebensmittelmitteldiscounters Aldi Süd können bald an einigen Standorten des Unternehmens in Süddeutschland Sprit tanken. Im Großraum München, Nürnberg und Stuttgart werde Aldi an zehn Standorten Teile der Grundstücksfläche an die FE-Trading Deutschland verpachten, teilte der Discounter am Samstag auf Anfrage mit.

Der Betreiber werde dort Automatentankstellen unter der Marke Avanti aufbauen und betreiben, hieß es in der Mitteilung. Zuvor hatten unter anderem die Münchner Zeitung „tz“ und die „Südwest Presse“ darüber berichtet. Die FE-Trading ist eine Tochterfirma der österreichischen Mineralölgesellschaft OMV. Dort können Kunden bereits an fast 80 Diskont Tankstellen auf Parkplätzen der Aldi-Tochter Hofer Sprit kaufen.

Wie sich das Aldi-Logo verändert hat
Die Keimzelle
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Seit 1913 betrieben Karl und Anna Albrecht in Essen-Schonnebeck ein Lebensmittelgeschäft. Die Aufnahme zeigt den Laden im Jahr 1930. Ein offizielles Logo gab es da noch nicht.

1948
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Wenige Jahre, nachdem die Brüder Karl und Theo das Unternehmen von ihrem Vater Karl Albrecht übernommen haben, entwerfen sie ein Logo. Damals war es noch rot mit weißer Schrift. Die Brüder expandieren stark, eröffnen 1953 in Essen das erste Regionallager.

1957
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Nachdem die Mutter Anna Albrecht aus der Geschäftsführung ausgeschieden ist, verschwindet auch der Name Karl des Vaters aus dem Firmenlogo. Das Unternehmen hat zu dieser Zeit schon mehr als 100 Filialen.

1963
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Nach der Trennung von Aldi Nord 1961 expandiert Aldi Süd als Discounter. Zugleich wechselt die Farbe des Logos. Bei Aldi Süd ist es jetzt blau mit weißer Schrift, beim Nord-Bruder genau umgekehrt: Weiß mit blauer Schrift. Der Name Albrecht wird nun in Versalien geschrieben.

1975
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Nach und nach setzt sich die Kurzform Aldi durch, zusammengesetzt aus den Worten Albrecht und Discount. Diese findet sich ab 1975 dann auch auf dem offiziellen blau-weißen Logo wieder. Leicht abgewandelt kam das Signet so auch in Österreich und den USA zum Einsatz.

1982
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Der radikale Bruch kam 1982. Die Urform des heutigen Logos wurde eingeführt: Das angeschnittene hellblaue A auf dunkelblauem Grund, gefasst von einem gelben und orangen Rahmen. Der Zusatz „Süd“ kam erst später dazu. Doch mit dem neuen Logo wurde die Trennung in Nord und Süd auch optisch klarer vollzogen. Aldi Nord hat die Urform seines heutigen Logos in Rechteckform erst in den 90er-Jahren eingeführt.

2006
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Im Jahr 2006 wird das Logo erneut leicht überarbeitet. Die Farben werden kräftiger, die Lettern des Schriftzugs Aldi schmaler. Aldi Süd baut sein Netz in immer mehr Ländern aus und wird zu einem internationalen Konzern.

Aldi Süd plane zudem, die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge weiter auszubauen und Schnellladestationen zur Verfügung zu stellen. An vielen seiner rund 1870 Standorte in Deutschland verpachte das Unternehmen Teile der Grundstücke und Gebäude an Drogerien, Lebensmitteleinzelhändler, Immobilienfirmen und Fachhandelsmärkte, teilte eine Sprecherin des Discounters mit.

  • dpa
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