Handel + Konsumgüter
Aldiana-Ferienclubs bereiten Reisekonzern Thomas Cook Probleme

Der deutsche Reisekonzern Thomas Cook (u.a. Condor, Neckermann) räumt erstmals offiziell wirtschaftliche Probleme bei der Clubmarke Aldiana ein. "Im Veranstalterbereich wollen wir uns auf die Marken mit großen Volumina konzentrieren. Für unser deutsches Produktportfolio heißt das, einen neuen Weg für Aldiana zu finden", sagte Thomas-Cook-Vorstandschef Wolfgang Beeser der Mitarbeiterzeitung "Connect".

DÜSSELDORF. Die Premiummarke des Konzerns für gehobenen Cluburlaub leidet Branchenkennern zufolge seit Jahren unter ungünstigen Finanzierungsformen sowie einer zu schwachen Auslastung der Anlagen.

Wie das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen erfuhr, prüft Thomas Cook derzeit eine Abgabe der Aldiana-Geschäftsführung an Iberostar. Die spanische Hotelgesellschaft, an der Thomas Cook zu 40 Prozent beteiligt ist, könnte die Clubs künftig betreiben und dabei Synergien über ihre Hotelkette erzielen. Thomas Cook prüfe jedoch auch konkrete Verkaufsangebote, hieß es. Beeser sagte, es seien jetzt viele Lösungen denkbar: "Die Liste reicht vom Gesundschrumpfen bis zur Kooperation mit einem Hotelpartner oder einem Finanzinvestor."

Thomas Cook hatte zuletzt kräftig in Aldiana investiert, um den Abstand zum Marktführer Robinson Club aus dem Tui-Konzern zu verringern: Bis 2008 sollte die Club-Marke ursprünglich auf 20 Anlagen mit 20.000 Betten aufgestockt werden. Mit seinen aktuell 13 Clubs erzielt Aldiana laut Branchenschätzungen rund 120 Millionen Euro Umsatz.

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