Alitalia droht Entzug der Zulassung
Air France-KLM zieht Alitalia-Angebot zurück

Air France-KLM ist nicht länger an der defizitären Alitalia interessiert. Die Verhandlungen über die Übernahme der itlalienischen Airline scheiterten bereits vor drei Wochen, weil sich die italienischen Gewerkschaften unnachgiebig zeigten. Die geplatzte Übernahme könnte dramatische Folgen für die Fluggesellschaft haben.

HB PARIS. Das Angebot habe keine Gültigkeit mehr, teilte die französisch-niederländische Airline am Montagabend in Paris mit. Alitalia habe es versäumt, die rechtliche Lage nach den gescheiterten Gesprächen vom zweiten April zu klären, hieß es in der Mitteilung.

Air France-KLM hatte am 14. März ein Angebot vorgelegt, das den italienischen Konkurrenten mit 139 Mio Euro bewertet. Der Aufsichtsrat von Alitalia hatte das Angebot, das die Streichung von etwa 2.100 Stellen vorsah, akzeptiert. Die Verhandlungen scheiterten jedoch an neuen Forderungen der Gewerkschaften.

Die italienische Flugaufsicht ENAC warnte am Dienstag, Alitalia könne die Fluglizenz verlieren, falls die Airline ihren Verpflichtung nicht mehr nachkomme. Es wird damit gerechnet, dass die italienische Regierung kurzfristig zu einer Kabinettssitzung zusammentreffen werde, um über eine Finanzhilfe für Alitalia zu entscheiden. Der italienische Staat hält 49, 9 Prozent der Aktien.

Die Alitalia-Aktie fiel nach der Stellungsnahme von Air France-KLM elf Prozent ins Minus und wurde zunächst vom Handel ausgesetzt. Der scheidende Ministerpräsident Romano Prodi berief den Ministerrat ein, um über die Situation und weitere Schritte zu beraten. Jedoch sahen Beobachter in Rom die Fluggesellschaft bereits vor dem Aus: "Dies ist das Begräbnis von Alitalia", sagte ein Manager des Unternehmens. Im vergangenen Jahr, indem es der italienischen Regierung nicht gelungen ist, einen Käufer für ihre Anteile an der Fluggesellschaft zu finden, ist die Aktie insgesamt um 33 Prozent gefallen.

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