All Nippon Airways
Japanische Airline lässt Dreamliner vorerst am Boden

Die Ursache für das Feuer bei einem Dreamliner zu Jahresanfang ist nach wie vor ungeklärt, die Fluggesellschaft All Nippon will deshalb ihre Maschinen am Boden lassen – für Monate. Tausende Flüge wurden gestrichen.
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TokioWegen der immer noch ungeklärten Batterieprobleme lässt die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) ihre 17 Dreamliner bis mindestens Ende Mai am Boden. In den Monaten April und Mai würden 1.714 Flüge gestrichen, teilte die Airline am Montag in Tokio mit. Betroffen seien neben 1.250 Inlandsflügen auch 464 internationale Flüge mit Zielen wie Frankfurt am Main, Seoul und Seattle. Insgesamt habe ANA seit dem von der US-Luftfahrtbehörde FAA verhängten Flugverbot im Januar mehr als 3.600 Flüge annullieren müssen. All Nippon Airways ist Boeings größter Dreamliner-Abnehmer.

Anfang Januar war bei einem Dreamliner der Fluggesellschaft Japan Airlines nach der Landung in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts ein Feuer ausgebrochen. Eine Woche später musste eine weitere Boeing 787 der Gesellschaft All Nippon Airways wegen eines Brands auf einem japanischen Inlandsflug notlanden. Die US-Luftfahrtbehörde verhängte wegen der Zwischenfälle ein weltweites Flugverbot für alle im Einsatz befindlichen 50 Dreamliner.

Boeing stoppte die Auslieferung seines einstigen Prestigeflugzeugs, bis das Problem geklärt ist. Derzeit nimmt der US-Konzern Testflüge vor, bei denen Daten zu den problematischen Lithium-Ionen-Batterien gesammelt werden sollen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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