Allein die Restrukturierung kostet das Unternehmen 26,5 Millionen Euro
Escada rutscht in die roten Zahlen

Der bayrische Modehersteller Escada hat im Geschäftsjahr 2002/2003, das am 31. Oktober zu Ende gegangen ist, wegen sinkender Nachfrage nach Luxusmode und Sonderbelastungen große Verluste gemacht.

HB ASCHHEIM. Der Konzernverlust nach Steuern betrage 75 Millionen Euro nach einem Gewinn von 4,4 Millionen Euro vor einem Jahr, teilte das im SDax notierte Traditionsunternehmen am Dienstag in Aschheim bei München mit. Das Ergebnis sei stark von Sonderbelastungen beeinflusst. Allein auf die Restrukturierung des in die Krise geratenen Unternehmens entfielen 26,5 Millionen Euro.

Der Umsatz sei auf 621 (Vorjahr: 773) Millionen Euro gesunken, teilte das Unternehmen weiter mit. Escada leidet seit mehr als zwei Jahren unter der weltweit schwachen Nachfrage nach Luxusmode und legt derzeit bereits sein zweites Sparprogramm auf. Der Konzern hat angekündigt, ein Fünftel seiner 4500 Mitarbeiter starken Belegschaft zu entlassen. Mit 75 Prozent der betroffenen Mitarbeiter seien bereits Regelungen gefunden worden, teilte der Konzern mit.

Escada bekräftigte, das Unternehmen sehe die Chance, bereits im Geschäftsjahr 2003/2004 (zum 31. Oktober) wieder ein positives Konzernergebnis nach Steuern auszuweisen. Dies hatte Firmenchef Wolfgang Ley bereits Anfang November in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters angekündigt. Bis Ende des Geschäftsjahres sollten die Kosten um 60 Millionen Euro gesenkt werden. „Escada ist nach dem schwierigen Geschäftsjahr 2002/2003 wieder auf einem gutem Weg“, erklärte der Firmenchef.

„Auf Basis der künftigen schlanken Plattform sieht der Vorstand auch ohne eine Belebung der weltweiten Wirtschaft die Chance, bereits im Geschäftsjahr 2003/2004 wieder ein positives Konzernergebnis nach Steuern auszuweisen“, erklärte Ley weiter. Wie die Sportartikelkonzerne Adidas-Salomon und Puma mit ihrer sportlichen Lifestylemode wolle auch Escada seine Kleidung vor allem in exklusiven Läden anbieten. „Wir wollen die Ware verknappen zum Schutz der Marke“, sagte Ley. Er bekräftigte außerdem, der Konzern werde seine Konzentration auf die Kernmarke Escada fortsetzen und Randbeteiligungen abgeben. Anfang Dezember hatte der Mode-Konzern bereits seine 90-prozentige Beteiligung an der Feraud GmbH verkauft.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%