Alles muss raus
Hertie-Eigner will Häuser schnell verkaufen

Der angeschlagene britische Investor Dawnay Day will zügig seine Hertie-Immobilien losschlagen. „Dawnay Day will sich von allen Häusern trennen. Das soll so schnell wie möglich passieren“, sagte Christoph Meyer, der beim Immobilienberater Atisreal die Vermarktung der Liegenschaften betreut, am Montag.

HB DÜSSELDORF. Von ursprünglich 64 Objekten habe Atisreal noch 58 Hertie-Häuser im Bestand, die Dawnay Day gehörten. Für gut eine Handvoll Objekte gebe es exklusive Gespräche, einige Verkäufe bahnten sich an, sagte Meyer.

Hertie will 19 der ingesamt 73 Filialen schließen und die Zentrale verschlanken. Um den Fortbestand der Warenhauskette insgesamt zu sichern, will Hertie den Eigentümer zu einer deutlichen Mietsenkung bewegen. Branchenkreisen zufolge findet am Freitag in London ein Treffen mit dem Investor statt. Insolvenzverwalter Biner Bähr hatte gesagt, die Miete von bis zu 20 Prozent des Umsatzes sei nicht zu erwirtschaften. Diese müsse auf ein marktübliches Niveau von etwa fünf Prozent herunter, sonst müsse Hertie ganz die Pforten schließen.

Meyer sagte, er könne sich nicht vorstellen, dass Hertie die Mieten extrem drücken könne. Die Mieten in den Häusern seien relativ günstig und seit dem Verkauf 2005 auch nur mit der Inflation gestiegen. Die Mietbelastung sei aber heute höher, weil Hertie weniger umsetze.

Unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen hat Dawnay Day die Mietverträge für alle Objekte gekündigt. Der Betrieb gehe aber weiter wie bisher, sagte ein Hertie-Sprecher. Meyer glaubt, dass mit der Kündigung der Verträge der Verkauf der übrigen Häuser einfacher wird, weil potenzielle Investoren nun Klarheit hätten.

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