Als mögliche Käufer gelten vor allem mehrere Beteiligungskapital-Geber
Zerschlagung von Toys „R“ Us naht

Die US-Spielwarenkette Toys „R“ Us steht vor der Aufspaltung. Beteiligungs- und Immobiliengesellschaften kreisen bereits um das Unternehmen.

NEW YORK. In einem ersten Schritt dürfte das Geschäft außerhalb der USA verkauft werden, schätzt Analyst Bill Sims von der US-Bank Citigroup. Bis zum März nächsten Jahres werden wahrscheinlich auch die Filialen auf dem US-Heimatmarkt abgestoßen. Die erfolgreiche Kleinkind-Sparte Babies „R“ Us wird laut Sims entweder als eigenständige Aktiengesellschaft ausgegliedert oder ebenfalls an Investoren verkauft.

„Am Ende könnte der Konzern sich komplett auflösen“, glaubt Sims. Damit würde sich die bewegte Geschichte des nach eigenen Angaben weltgrößten Spielwaren-Fachhändlers ihrem Ende zuneigen. Im August stellte Toys „R“ Us sich selbst zum Verkauf. Nachdem das Unternehmen in den 70er- und 80er-Jahren mit rasantem Wachstum kleinere Fachhändler überrollt hatte, wird Toys „R“ Us jetzt selbst Opfer der Handelsriesen Wal-Mart und Target. Mit ihren Niedrigstpreisen jagten die Discountketten Toys „R“ Us Kunden und Marktanteile ab. Nach elf Quartalsverlusten in den vergangenen 16 Quartalen sieht Toys-„R“-Us-Chef John Eyler ein, dass es keine Zukunft mehr für das Unternehmen gibt.

In Deutschland betreibt der Konzern nach eigenen Angaben 48 Fachmärkte unter der Marke Toys „R“ Us. Mit einer Kopie der in den USA erfolgreichen Babies-„R“-US-Märkte scheiterte der Konzern in Deutschland Ende der 90er-Jahre.

Als mögliche Käufer gelten vor allem mehrere Beteiligungskapital-Geber („Private-Equity“-Firmen), aber auch Immobiliengesellschaften, die auf die Standorte und die langfristigen Mietverträge von Toys „R“ Us abzielen. Laut Nachrichtenagentur Reuters verhandelt die Investmentbank Credit Suisse First Boston (CSFB) im Auftrag von Toys „R“ Us mit mehr als einem Dutzend Kaufinteressenten. Private-Equity-Häuser kaufen gerne kriselnde Unternehmen mit hohen laufenden Erträgen. Nach einer mehrjährigen Restrukturierung verkaufen sie ihre Beteiligungen später meist wieder.

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