Alternativen prüfen
TUI denkt über eigene Flüge in die Karibik nach

Nach Übernahme des Langstrecken-Ferienfliegers LTU durch Air Berlin will der größte europäische Reiseveranstalter TUI künftig möglicherweise selbst Fernflüge anbieten – obwohl die beiden Airlines langfristige Verträge geschlossen haben.

HB HANNOVER. „Wir überlegen, von Köln aus eigene Langstreckenflüge in die Karibik anzubieten“, sagte ein TUI-Sprecher am Freitag auf Anfrage und bestätigte damit einen Bericht der Fachzeitschrift „FVW“. Allerdings seien die Planungen noch in einem sehr frühen Stadium. Bisher fliegen viele TUI-Gäste insbesondere an die Strände der Dominikanischen Republik sowie nach Kuba und Mexiko mit LTU. Fernreisen gelten als ein großes Wachstumsfeld im Tourismus.

Die TUI hat bisher immer darauf hingewiesen, dass sie langfristige Verträge mit der LTU hat. Die Kooperation laufe gut und man sei an einer Fortsetzung interessiert, sagte der TUI-Sprecher. Aber durch die Fusion von LTU mit Air Berlin sei eine neue starke Marktposition entstanden. Die TUI sei deshalb auch im Interesse ihrer Kunden gezwungen, Alternativen zu prüfen. Dabei gibt es mehrere Optionen. So könnten etwa eigene Langstrecken-Flugzeuge europäischer TUI- Konzerntöchter eingesetzt oder aber eine andere Fluggesellschaft beauftragt werden.

Die Verträge der TUI mit der LTU laufen bis in die Wintersaison 2012/2013. Es gibt allerdings die Möglichkeit einer vorzeitigen Beendigung. Preise und andere Details wie etwa Fluggastzahlen werden in solchen Verträgen nicht für die gesamte Laufzeit geregelt, sondern in Abständen immer wieder neu festgelegt.

Die TUI-Airline TUIfly fliegt aus Deutschland bisher nur Ziele auf der Kurz- und Mittelstrecke an. Allerdings haben die Konzerntöchter in Großbritannien, Belgien, Frankreich und den Niederlanden auch Langstrecken-Jets im Einsatz. Die Überlegungen beziehen sich zudem nur auf die Karibik, weil dort das größte Urlauberpotenzial betroffen ist. In die asiatischen und andere Zielgebiete fliegt die TUI schon bisher häufig mit den Liniengesellschaften der Zielländer.

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