Altersheimbetreiber
Curanum setzt auf Interims-Chef

Wochenlang hatte der Altersheimbetreiber Curanum hinter dem Rücken des amtierenden Vorstandschef Bernd Rothe über dessen Nachfolge verhandelt. Doch Wunschkandidat und Metro-Manager Richard Hesch hat in letzter Minute abgesagt. Nun setzt Curanum auf eine Übergangslösung.
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DÜSSELDORF. Der Altersheimbetreiber Curanum ist mit der zügigen Neubesetzung des Chefpostens gescheitert und setzt auf eine Übergangslösung. Walther Wever, ehemaliger Finanzvorstand der Varta AG, wird von Oktober an das Amt des Vorstandschefs bei Curanum mit Sitz in München übernehmen. Sein Vertrag ist bis zum 30. Juni 2011 befristet.

Wever kommt ins Spiel, weil sich der Aufsichtsrat von Curanum in letzter Minute eine Absage von seinem Wunschkandidaten holte: Metro-Manager Richard Hesch. Wochenlang hatte Curanum zuvor hinter dem Rücken des amtierenden Vorstandschefs Bernd Rothe über dessen Nachfolge verhandelt. Hesch war bei Metro erst im Januar befördert worden, hatte aber für Curanum ein offenes Ohr. Aufgrund seiner hohen Management–Qualifikation und Branchenerfahrung beim Roten Kreuz freute man sich bei Curanum schon auf einen Coup. Anfang September wurde Rothe entlassen. Dann der Schock: Hesch zog zurück.

Nun soll Wever, ein Mann ohne operative Erfahrung im Pflegebereich, eine neue Strategie bei Curanum entwickeln, mit 260 Mio. Euro Jahresumsatz eines der größten Unternehmen der Branche. Ein Aufsichtsrat verwies jedoch darauf, dass Wever durch seine Tätigkeit in einem Gremium der Johanniter durchaus Branchenkenntnis habe. Zudem verbindet Wever ein Vertrauensverhältnis mit Varta-Chef Uwe Ganzer, der zugleich stellvertretender Aufsichtsratschef von Curanum ist. iw

Sönke Iwersen
Sönke Iwersen
Handelsblatt / Leiter Investigative Recherche

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