Amazon, Deutsche Post, Hermes
Für Paketdienste startet die heiße Zeit

Verpacken, sortieren, aufladen, ab die Post: Alle Jahre wieder herrscht im Advent Hochbetrieb bei den Paketzustellern und in den Logistikzentren der Versandhäuser. Die Paketlogistik bereitet dem Onlinehandel den Boden.
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Bonn/PforzheimModerne Weihnachtswichtel arbeiten nicht in Lappland, sondern auch schon mal hinter grauen Fassaden nahe der Autobahn. Statt roten Zipfelmützen tragen sie orangefarbene Warnwesten. Doch sie tun noch immer dasselbe: Den ganzen Tag packen. Im Buchbusch am Rande von Pforzheim herrscht in diesen Wochen Hochbetrieb. Dort steht eines von neun Logistikzentren des Versandhändlers Amazon in Deutschland.

Kurz vor dem Fest läuft es besonders gut. Rund 13.000 Aushilfskräfte hat der Online-Riese bundesweit eingestellt, um die Bestellungen in den letzten Wochen des Jahres abzuarbeiten und Pakete an die Kunden auszuliefern.

An dieser Stelle kommen jene Männer und Frauen ins Spiel, die es in diesen Tagen besonders eilig haben. Für mehrere Zehntausend Paketboten in gelben, roten oder blauen Jacken heißt es: Ärmel hochkrempeln, schleppen, klingeln, ablegen. Es ist ein großes Räderwerk – das Zusammenspiel von Onlinehandel und Paketlogistik – und es muss wie geschmiert laufen. Die beiden Bereiche boomen. Von Jahr zu Jahr wird die Paketflut größer. Immer mehr Verbraucher bestellen bequem vom Sofa Waren per Mausklick im Internet.

Ganztägiger "Adventsstreik" an zwei Amazon-Standorten

Doch nicht überall läuft es rund: Mitten im Weihnachtsgeschäft haben Beschäftigte des Online-Versandhauses Amazon an zwei Standorten ihre Arbeit niedergelegt. Betroffen von dem Streikaufruf der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi waren am Samstag die beiden Logistikzentren in Rheinberg und Werne in Nordrhein-Westfalen. Damit wollten die Beschäftigten den Konzern nach Angaben der Gewerkschaft "zur Aufnahme von Tarifverhandlungen zwingen".

Amazon lehne jede Tarifbindung für seine Mitarbeiter in Deutschland ab. Erklärtes Ziel des Streiks war es Verdi zufolge, das Weihnachtsgeschäft des US-Unternehmens zu stören. Die Beschäftigten wollten die schlechten Arbeitsbedingungen und gesundheitlichen Risiken "nicht widerstandslos ertragen".

Nach Zahlen des Handelsverbandes Deutschland (HDE) legt der elektronische Handel jedes Jahr zu. Von den 91 Milliarden Euro, die der gesamte Handel im November und Dezember 2016 voraussichtlich insgesamt umsetzen wird, dürften laut HDE über zwölf Milliarden Euro in die Kassen der Online-Händler fließen. Tendenz weiter steigend. Die rosigen Aussichten beflügeln die Fantasien der Logistiker.

Bis 2025 könnte der Anteil des Internethandels am gesamten Handel nach Zukunftsszenarien der Post von acht Prozent auf 40 Prozent in entwickelten Volkswirtschaften steigen. „Die Logistik wird in Zukunft für den Onlinehandel noch sehr viel stärker als heute die Rolle des Enablers übernehmen“, sagt Postvorstand Jürgen Gerdes. Was er meint: Die Paketlogistik bereitet dem Onlinehandel den Boden.

Beim Branchenprimus Deutsche Post DHL ist das Paketgeschäft inzwischen eine Ertragssäule des Konzerns. Ein dichtes Zustellernetz haben die Bonner nicht nur im Inland geknüpft, sondern auch in Europa. An den Tagen kurz vor Heiligabend rechnet das Unternehmen in Deutschland mit mehr als acht Millionen zugestellter Pakete täglich. Insgesamt sollen die Paketmengen im Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr um zehn Prozent wachsen.

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  • Herr Troll, wechseln Sie doch mal die Unterhose und auch die Verlobte aber Sie haben ja beides nicht, Sie armer Wicht.
    Mein Gott..dabei bin ich selbst so ein armer Wicht und mache mich selbst zum Troll....aber es geht mit mir durch...statt auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, kommentiere ich jetzt jeden Artikel ,wo auch der Troll ist......überall sehe ich Trolle.....

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