Amazon
Streik in Leipzig und Bad Hersfeld

Warnschuss an den US-Versandriesen: Mit Streiks in Leipzig und Bad Hersfeld setzen Amazon-Mitarbeiter ihren Kampf für höhere Löhne fort. Sie wollen Amazon zur Aufnahme von Tarifgesprächen zwingen – bislang ohne Erfolg.
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LeipzigBeschäftigte des Online-Versandhändlers Amazon sind am Donnerstagmorgen in Leipzig und im hessischen Bad Hersfeld in den Ausstand getreten. Mit der Frühschicht begann die ganztägige Aktion, zu der die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hatte. Verdi fordert für die Beschäftigten einen Tarifvertrag nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels. Das US-Unternehmen orientiert sich dagegen nach eigenen Angaben an der Bezahlung in der Logistikbranche. Die Auseinandersetzung läuft bereits seit Monaten. Bereits Ende März hatte Verdi in Leipzig zum Ausstand aufgerufen und auch das Weihnachtsgeschäft bei beiden Amazon-Standorten bestreikt.

Nun rief die Gewerkschaft Verdi Beschäftigte in den Verteilzentren Bad Hersfeld und Leipzig mitten im Ostergeschäft zu einem ganztägigen Streik auf. Der Konzern verweigere nach wie vor jedes Gespräch über einen Tarifvertrag.

„Das Unternehmen geht darauf überhaupt nicht ein“, sagte Christian Krähling, Vertrauensmann bei Amazon und Mitglied der Tarifkommission, zu Reuters im hessischen Bad Hersfeld. An ein Streikende sei auch deswegen noch lange nicht zu denken. Die Proteste würden sogar ausgeweitet, auf ruhigere Zeiten könne die Geschäftsleitung nicht hoffen. „Wir sind da und wir werden weiterhin streiken“, sagte Krähling. „Es werden weitere, größere Streiks folgen“, kündigte er an. „Wir werden weiter versuchen, das Geschäft bei Amazon durcheinander zu bringen“, sagte auch Verdi-Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago in Leipzig. Die Gewerkschaft habe dabei einen langen Atem: „Manchmal braucht es Jahre, um sich durchzusetzen.“

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Streik in Leipzig und Bad Hersfeld

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Amazon nicht Gesprächsbereit

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